Kino : Goldener Leopard geht nach Japan

Mit der Verleihung der Leoparden ist am Sonnabend das 60. Filmfestival von Locarno zu Ende gegangen. Den Goldenen Leoparden gewann der japanische Wettbewerbsbeitrag „Ai no yokan“ von Masahiro Kobayashi, eine stille Geschichte von Eltern, die den Mord eines Kindes verarbeiten müssen. Der Film bekam auch den in Erinnerung an den verstorbenen Schweizer Regisseur einmalig verliehenen „Preis Daniel Schmid“. Ein Spezialpreis der Jury ging an den südkoreanischen Kompilationsfilm „Memories“, an dem unter anderem Harun Farocki mitgewirkt hat. Für die Regie wurde Philippe Ramos ausgezeichnet, der in „Capitaine Achab“ die Jugend des Moby-Dick-Helden nachempfindet. Der Film erhielt auch den Fipresci-Preis.

Beste Hauptdarstellerin ist Marian Alvarez, die in „Lo mejor de mí“ damit klarkommen muss, dass ihr Geliebter eine Lebertransplantation braucht. Als beste Hauptdarsteller wurden zu gleichen Teilen Michel Piccoli für seine Rolle eines vereinsamten Alten in „Sous les toits de Paris“ und Michele Venitucci für seine Darstellung eines Boxers auf Abwegen in dem italienisch-schweizerischen Beitrag „Fuori dalle corde“ ausgezeichnet. Eine besondere Erwähnung gab es für den Kameramann des südkoreanischen Films „Boys of tomorrow“, Cho Sang-yoon.

In der Festivalschiene „Cinéastes du présent“ wurde der ungarische Beitrag „Tejút“ mit dem Goldenen Leoparden, der italienische Film „Imatra“ mit dem Jurypreis und der niederländische Film „Tussenstand“ mit einer besonderen Erwähnung gewürdigt. Bester Erstlingsfilm ist „Tagliare le parti in grigio“ von Vittorio Rifranti. In der „Semaine de la critique“ wurde Alexandra Westmeiers Dokumentarfilm „Allein in vier Wänden“ ausgezeichnet. Der Publikumspreis ging an „Death at a Funeral“ von Frank Oz. til

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