Hollywood : Coppola kritisiert Mainstream-Kino

Francis Ford Coppola ärgert sich über Hollywood. Die amerikanische Filmindustrie setzt nur auf Mainstream und lässt den Anspruch außen vor.

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Francis Ford Coppola vermisst den Anspruch im Film. -Foto: dpa

Die amerikanische Filmindustrie meidet nach Ansicht von Meisterregisseur Francis Ford Coppola, 68, ("Apocalypse Now“) jedes Risiko und setzt fast nur auf flaches Mainstream-Kino. Dabei gebe es genug Talente, um interessante und anspruchsvollere Filme zu drehen, sagte der Regisseur in einem Interview mit dem Filmfachblatt "Hollywood Reporter“. Nur die großen Produktionsstudios stünden dem im Weg.

"Die Öffentlichkeit war in den vergangenen 40 Jahren eindeutig einer Gehirnwäsche durch das Fernsehen ausgesetzt. Hollywood eifert dem mit Filmen nach, die keine Gedanken produzieren, die alle ähnlich sind, die kein Risiko eingehen“, kritisierte der Filmemacher. Er liebe unterhaltsame Filme, aber es sei auch Platz für eine Menge andere Film-Typen. "Man kann im Kino den ganzen Abend lachen, aber man kann auch am Abend nach Hause kommen und darüber nachdenken, was der Film einem über das zeitgenössische Leben erzählt hat. Keiner erwartet von einem Dichter, immer dasselbe Gedicht zu schreiben, nur weil es leicht zu verstehen ist“, so Coppola. (ps/dpa)

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