Indischer Film : "Hari Puttar" ist nicht "Harry Potter"

Der indische Junge "Hari Puttar" zieht mit seinen Eltern nach England und soll die Welt retten - wer da Parallelen mit dem Zauberlehrling "Harry Potter" sieht, ist selber Schuld. Ein indisches Gericht zumindest wies die Klage des US-Filmkonzerns Warner Bros auf verletzte Namensrechte zurück.

Neu DelhiDer indische Filmheld "Hari Puttar" hat keine Ähnlichkeit mit dem englischen Zauberlehrling "Harry Potter" und darf deshalb auf die Leinwand kommen. Das entschied am Montag ein Gericht in Neu Delhi. Der High Court wies eine Klage des US-Filmkonzerns Warner Bros ab, der die Namensrechte verletzt sah und den Kinostart der indischen Produktion verbieten lassen wollte. Das Gericht machte keine Auflagen für den Kinostart an diesem Freitag (25. September), wie die indische Nachrichtenagentur PTI berichtete. Nach Auffassung der zuständigen Richterin sind die Leser der "Harry Potter"-Bücher der englischen Erfolgsautorin Joanne K. Rowling durchaus in der Lage, zwischen "Hari Puttar" und "Harry Potter" zu unterscheiden. Zudem gebe es keinerlei inhaltlichen Parallelen zwischen den beiden Filmhelden.

Die indische Produktionsfirma Mirchi Movies betonte, dass "Hari Puttar" ein indischer Name sei und soviel bedeute wie "Gottes Sohn". Der Film erzählt die Geschichte eines indischen Jungen, der mit seiner Familie nach England zieht und dort zusammen mit seinem Cousin Tuk Tuk in eine Reihe von Abenteuern verstrickt wird; so rettet er etwa einen mit Geheimdaten gespickten Computerchip und fängt zwei Einbrecher. Das klingt nicht sehr nach „Harry Potter“, dafür um so mehr nach „Kevin – allein zu Haus“, was die Firma Warner aber nicht daran hindert, schon durch den akustischen Eindruck des Filmtitels ihr Copyright verletzt zu sehen.

Die weltweit erfolgreichen Harry-Potter-Kinofilme haben mehrere Milliarden Euro eingespielt. (saw/dpa)

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