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Jacques Tati : Der französische Charlie Chaplin

Vor 25 Jahren starb das französiche Komikergenie Jacques Tati. Seine Figuren sind schusselig, ungeueher liebenswert und dabei noch urkomisch. Hinter der witzigen Fassade seiner FIlme verbarg sich aber ein genauer analytischer Blick auf die Entwicklung der modernen Welt.

Sabine Glaubitz[dpa]
Jacques_Tati
Mit einem Lächeln. Jacques Tati brachte seine Verehrer und sich selbst zum Lachen. -Foto: dpa

ParisGleich ob er als Tourist mit seinem klapprigen Auto durch die Bretagne fährt oder einen Autoreifen wechselt - Monsieur Hulot hinterlässt Spuren der Verwüstung. Mit dem urkomischen, schusseligen Hulot erfand der französischen Regisseur Jacques Tati eine Kultfigur, die er selbst verkörperte und mit der er Tausende zum Lachen brachte. Seine Filme sind sprühende Feuerwerke absurder Späße und burlesker Komik. Tati, der am 5. November vor 25 Jahren gestorben ist, war einer der größten Komikergenies des französischen Kinos. Die Presse nannte ihn den "französischen Charly Chaplin" und verglich ihn mit Regisseuren wie Max Linder und René Clair. Und die US- amerikanische Komikerlegende Buster Keaton (1895-1966) sagte: "Er hat dort angefangen, wo ich aufgehört habe."

Tati war ein Perfektionist der Situationskomik, denn Dialoge brauchte der gottbegnadete Komiker nicht. Seine Rollen - die bekanntesten waren der US-begeisterte Dorfbriefträger François und Monsieur Hulot - ließen den schlacksigen Darsteller, der voll Ironie, aber auch Mitleid und egozentrisch-gutmütige, naiv-unkonformistische Käuze mimte, schon zu Lebzeiten eine Legende werden.

So erzielte der Sohn eines Bilderrahmers russischer Herkunft den internationalen Durchbruch auch mit der wundervollen Satire "Die Ferien des Monsieur Hulot" im Jahr 1951. Nur wenige Jahre später knüpfte er an den Erfolg seines liebenswerten Kauzes an und ließ ihn in "Mein Onkel" als eine Art modernen Ritter von der traurigen Gestalt gegen die Windmühlenflügel der überzivilisierten Welt kämpfen. Denn in dem Film, für den er 1959 den Oscar erhielt, spielt er einen schusselig-verschrobenen Onkel, der in der gefühllosen Industriewelt und mit der Technik nicht zurechtkommt. Ein Thema, das er auch in "Tatis-Schützenfest" aufgreift, ein Film, bei dem in einem kleinen Dorf Fortschritt und Rationalisierung zu katastrophalen Folgen führen. Im Mittelpunkt des Streifens, der auch eine Kritik an der Amerikanisierung des Lebens ist, steht der Postbote François.

Komiker und Visionär

Doch Tati war nicht nur ein Komiker, sondern auch ein Visionär. Denn seine Filme nehmen auf schelmische, mal verbitterte, mal verliebte Art und Weise die sich immer rasanter entwickelnde moderne Welt unter die Lupe. Vorausschauend hatte er den technischen Fortschrittsglauben verulkt und die Absurdität von Wohntürmen erkannt. Gewarnt hatte er auch vor Autoflut und der Automatisierung des Alltags. Die heute als Meisterwerk geltende Satire "Playtime" - ein skurril-absurder Film über die neuen Städte - kam 1968 beim Publikum jedoch nicht an. Lebensqualität war damals noch kein Thema.

Der Regisseur und Komiker, der wenige Wochen nach seinem 75. Geburtstag am 9. Oktober 1982 in der Nähe von Paris starb, ist auch heute noch aktuell. Denn Regisseure wie Christoph Marthaler und Frank Castorf greifen auf Tatis Kritik an dem Wahnsinn und Treiben der modernen Welt zurück, wenn in ihren Inszenierungen unter der Flut von Leuchtreklamen und Videobildern die Technik den Menschen bestimmt.

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