Kino : Großer Erfolg des Deutschen Filmfonds

Der Deutsche Filmförderfonds hat sich im ersten Jahr seiner Laufzeit "äußerst positiv", so Kulturstaatsminister Bernd Neumann. Die Filmwirtschaft erlebe einen Aufschwung - der millionenschwere Fonds soll sogar verlängert werden.

Berlin "Sowohl unsere Erwartungen als auch die Erwartungen der Filmwirtschaft sind mehr als erfüllt worden", sagte Neumann in einem Interview für den Medienfachdienst "promedia". Für den Filmfonds werden jährlich 60 Millionen Euro zusätzlich zur Förderung deutscher Filmproduktionen oder Koproduktionen zur Verfügung gestellt.

Seit Jahresbeginn sind laut Neumann 99 Projekte mit einer Gesamtfördersumme von rund 59,4 Millionen Euro bewilligt worden. Dieser Fördersumme stünden 562 Millionen Euro Gesamtherstellungskosten gegenüber, wovon rund 388 Millionen Euro als sogenannte "deutsche Herstellungskosten" in Deutschland geblieben seien. Damit belaufe sich der "Hebeleffekt" für die deutsche Wirtschaft auf mehr als das sechsfache der Fördersumme.

"Das ist ein großer Erfolg, mit dem ich hoch zufrieden bin", resümierte der Kulturstaatsminister das erste Jahr des Deutschen Filmförderfonds. Der Fonds stellt seit Januar 2007 für drei Jahre für die Produktion von Kinofilmen jährlich 60 Millionen Euro an nichtrückzahlbaren Fördermitteln zu Verfügung. Neumann regte an, "um den eingetretenen Aufschwung der Filmwirtschaft nicht zu bremsen", den Fonds über das Jahr 2009 hinaus zu verlängern, wozu auch Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) bereits eine Zustimmung angedeutet hat.

Zur Novellierung des Filmfördergesetzes, das 2008 ausläuft, betonte Neumann, dass nicht mit einer wesentlichen Erhöhung der Fördermittel zu rechnen sei. "Die Beiträge der Fernsehveranstalter konnten bei der letzten Novellierung verdoppelt werden. Eine ähnliche Steigerung der Fördermittel kann bei der anstehenden Novellierung kaum erwartet werden. Auch die Heranziehung neuer Nutzer lässt zumindest für den Beginn der Laufzeit des neuen Gesetzes noch keine deutliche Steigerung der Einnahmen der Filmförderungsanstalt erwarten", so Neumann. Der Kulturstaatsminister sprach sich gegen eine gesetzlichen Verpflichtung zur Filmabgabe durch die Fernsehsender aus und plädierte für eine Einigung "auf dem Verhandlungsweg". (dm/dpa)

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