Kinocharts : Tyler Perry erobert US-Kinocharts

Perrys Komödie "Why Did I Get Married" mit Janet Jackson spielte nach Studioschätzungen vom Sonntag am Premierenwochenende 21,5 Millionen Dollar (rund 15 Millionen Euro) ein. In Deutschland steht weiter eine Ratte an der Spitze der Charts.

Los Angeles/HamburgDer in Deutschland kaum bekannte US-Regisseur und Schauspieler Tyler Perry hat mit seinem dritten Regie-Projekt überraschend die US-Kinocharts gestürmt. Die Komödie "Why Did I Get Married" spielte nach Studioschätzungen vom Sonntag am Premierenwochenende 21,5 Millionen Dollar (rund 15 Millionen Euro) ein. Der Streifen mit Janet Jackson über das turbulente Leben von vier Ehepaaren drängte neue Filme von Hollywoodstars wie George Clooney, Cate Blanchett und Mark Wahlberg auf die hinteren Ränge ab. Frühere Filme von Perry, wie "Das verrückte Tagebuch" und "Das verrückte Familienfest" waren in Deutschland nur auf Video erschienen. Auch für "Why Did I Get Married" gibt es auf dem deutschen Markt noch keinen Startplan. Perry zielt mit seinen Drama-Komödien in den USA vor allem auf ein schwarzes Publikum ab.

Der Vorwochenspitzenreiter "Daddy ohne Plan" mit dem Ex-Wrestler Dwayne "The Rock" Johnson als Football-Star und junger Vater behauptete sich mit Einnahmen von 11,5 Millionen Dollar auf Platz zwei der US-Charts. Das Justiz-Drama "Michael Clayton" mit George Clooney in der Hauptrolle und der Krimi "Helden der Nacht" mit Joaquin Phoenix und Mark Wahlberg wurden mit jeweils 11 Millionen Dollar auf den dritten und vierten Platz verwiesen. Auch für Cate Blanchett als Königin in "Elizabeth - Das goldene Königreich" lief der Kinostart schleppend an. Das Drama musste sich bei Einnahmen von rund sechs Millionen Dollar mit dem sechsten Rang begnügen, hinter Ben Stillers Komödie "Nach 7 Tagen - Ausgeflittert" auf Platz Fünf.

Leichte Kost steht weiter auf dem Menuplan der deutschen Kinogänger: Der Animationsfilm "Ratatouille" über die Karriere der Ratte Remy in einem Pariser Restaurant führt wie in der Vorwoche zusammen mit der US-Komödie "Chuck und Larry" die Kinocharts an. Dann folgen gleich zwei Neustarter. Auf Platz drei sorgt der Polit-Thriller "Operation: Kingdom" von US-Regisseur Peter Berg für Spannung. Vier Spezialagenten vom FBI müssen einen Bombenanschlag in Saudi-Arabien mit mehr als 200 Toten aufklären. Rang vier nimmt "Die Vorahnung" mit Sandra Bullock als Hausfrau ein, die ein Traum vom Unfalltod ihres Mannes (Julian McMahon) in den Wahnsinn treibt. Regisseur ist der Deutsch-Türke Mennan Yapo. "Die Fremde in Dir" von Jodie Foster rutschte von der vierten auf die fünfte Position ab. Die Kino-Besucherzahlen wurden vom 11. bis 14. Oktober in 339 Sälen der Cinemaxx-Kinos mit insgesamt rund 89.000 Plätzen ermittelt. (mit dpa)

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