Stauffenberg-Film : Lara dreht nicht mit Cruise

Alexandra Maria Lara wird nicht mit Tom Cruise drehen. Die Schauspielerin lehnte eine Offerte für eine Rolle in dem geplanten Stauffenberg-Film ab.

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Nein, nein: Alexandra Maria Lara dreht nicht mit Tom Cruise. -Foto: ddp

BerlinDie Schauspielerin Alexandra Maria Lara hat nach Angaben ihrer Agentin eine Rolle in dem geplanten Stauffenberg-Film mit Hollywood-Star Tom Cruise abgelehnt. Die 28-Jährige habe die Rolle einer Sekretärin uninteressant gefunden und zudem terminliche Schwierigkeiten gehabt, zitiert die "Bild am Sonntag" Laras Agentin Mechthild Holter. Cruise dreht vom 19. Juli an in Berlin und Brandenburg den Film "Valkyrie", in dem er den NS-Widerstandskämpfer Claus Schenk Graf von Stauffenberg spielt. Der Film ist wegen Cruises Scientology-Mitgliedschaft umstritten. Laras Agentur war am Sonntag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Die aus Rumänien stammende Lara ("Vom Suchen und Finden der Liebe", "Nackt") hatte in Bernd Eichingers Film "Der Untergang" (2004) Hitlers Sekretärin Traudl Junge gespielt. Der Film schildert die letzten Tage vor Kriegsende in Hitlers Bunker in Berlin. Derzeit dreht Lara mit Francis Ford Coppola den Film "Youth without Youth".

Unterdessen laufen in Berlin und Brandenburg die Vorbereitungen für "Valkyrie" - der englische Filmtitel erinnert an die "Operation "Walküre"", wie die Widerstandskämpfer ihre Umsturzpläne genannt hatten. Hitlers früheres Hauptquartier "Wolfsschanze" wird in einem Wald bei Königs Wusterhausen (Dahme-Spree) nachgebaut, bestätigte der Amtsdirektor von Schenkenländchen, Ulrich Arnts. In dem Bunker in Ostpreußen hatte Claus Schenk Graf von Stauffenberg am 20. Juli 1944 das Sprengstoffattentat auf den Diktator verübt, das jedoch scheiterte; zahlreiche NS-Widerstandskämpfer wurden hingerichtet, auch Stauffenberg. Ein Vorteil des Drehorts im Schenkenländchen seien die Nähe zu Berlin, wo die Schauspieler wohnen, und zu Potsdam. Von dort kommen die Kulissenbauer.

Sonderwünsche von Cruise

Zugleich rüstet sich das Berliner "Regent Hotel" für Cruise. So seien im Hotel "The Regent" mehrere Wände herausgerissen und versetzt worden, berichtete die Zeitung "B.Z.". Dem 45-Jährigen Hollywoodstar seien die Gemächer zu klein gewesen; er habe zwei komplette Etagen in der Luxusherberge am Gendarmenmarkt angemietet.

Gegen den Auftritt des bekennenden Scientologen Cruise in der Stauffenberg-Rolle hatte es von mehreren Seiten zum Teil heftige Proteste gegeben. Für Diskussionsstoff sorgten auch die möglichen Drehorte für "Valkyrie". So verweigerte das Bundesfinanzministerium den geplanten Dreh im Bendlerblock, von dem aus Stauffenberg sein Attentat geplant hatte und wo er nach dessen Scheitern hingerichtet worden war. Die Berliner Polizei erteilte einer entsprechenden Anfrage für das Polizeigelände an der Kreuzberger Friesenstraße eine Absage. (mit dpa)

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