''Waterkantgate'' : Barschel-Affäre kommt in die Kinos

Zwanzig Jahre nach dem Tod des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Uwe Barschel wird es den Film zur Polit-Affäre geben. Die Dreharbeiten sind für kommendes Frühjahr geplant.

Uwe Barschel
Uwe Barschel -Foto: dpa

Berlin/PotsdamDie Ufa verfilmt in Zusammenarbeit mit dem Drehbuchautor Fred Breinersdorfer die letzten Jahre des umstrittenen Politikers. Breinersdorfer habe das Drehbuch nach jahrelangen Recherchen geschrieben. Es basiere auf den jüngsten Erkenntnissen des Falles. "Die Affäre Barschel ist tausendmal vielschichtiger als bisher angenommen", sagte Ufa-Produzent Norbert Sauer. "Sie hat politische Brisanz und filmisches Potenzial wie zum Beispiel JFK und Nixon."

Die Leiche des damaligen schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Uwe Barschel (CDU) wurde am 11. Oktober 1987 in einem Genfer Hotel in der Badewanne gefunden. In jahrelangen Ermittlungen konnte nicht bewiesen werden, ob der CDU-Politiker getötet wurde oder sich das Leben nahm. Er starb an Medikamentenvergiftung. Barschels Witwe Freya und sein Bruder Eike waren immer überzeugt, Uwe Barschel sei ermordet worden. 1998 stellte die Lübecker Staatsanwaltschaft das Todesermittlungsverfahren ein.

Erst an diesem Montag hatte die ARD eine Dokumentation zu dem Fall ausgestrahlt. Darin sagte unter anderem Altkanzler Helmut Kohl (CDU), er habe seine Meinung zu dem Fall inzwischen geändert und neige heute eher der Mord-Theorie zu. (mit dpa)

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