Zwischenbilanz : Gedämpfte Stimmung beim Sundance Filmfestival

Trotz stargespickter Filme und einem wohlwollenden Publikum ist die Zwischenbilanz des Sundance Filmfestivals nur mittelmäßig. Angesichts der Wirtschaftskrise liegt die Zahl der Besucher weit unter der vom letzten Jahr.

Die Stimmung beim Sundance Filmfestival ist trotz etlicher begeistert aufgenommener Filme angesichts der Wirtschaftskrise eher gedämpft. Das Filmblatt "Variety" legte am Montag eine Zwischenbilanz vor, nach der die Zahl der Festivalbesucher bei den Hoteliers in Park City (US-Staat Utah) etwa 12 Prozent unter der von 2008 liegt. Auch die üppigen Geschenke der Vorjahre für Filmemacher und ihre Stars seien "geschrumpft": Statt großer Fernseh-Screens gebe es jetzt Hautcreme, Make-Up und Kleidung, schrieb "Variety".

Leinwanddramen wie "Brooklyn's Finest" mit Richard Gere, Don Cheadle und Ethan Hawke sowie "Spread" mit Ashton Kutcher seien vom Publikum mit Wohlwollen aufgenommen worden. Großen Anklang hätten auch die spritzige Komödie "Humpback" und der Streifen "The Greatest" mit Pierce Brosnan und Susan Sarandon gefunden. Für "Push", die Geschichte einer von ihren Eltern misshandelten 16-Jährigen, die mit eigener Kraft das häusliche Elend hinter sich lässt, gab es sogar mehrfach Ovationen. Mit großer Neugier wurde der Schwulenfilm "I Love You Philip Morris" nach einem Drehbuch des "Wrestler"-Autors Robert Siegel erwartet, der mit expliziten Sex-Szenen schocken soll.

Nach Angaben des Blattes war am Sonntag, dem dritten Festivaltag, erst ein Vertrag unter Dach und Fach - für das Polizistendrama "Brooklyn's Finest" - angeblich zum Preis von fünf Millionen Dollar. Weitere Deals würden verhandelt und dürften noch vor Abschluss des Sunfance-Festivals am kommenden Sonntag über die Bühne gehen, hieß es. (nibo/dpa)


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