Kultur : Kirchner-Erben: Gestapo hat uns 1936 erpresst

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Die Diskussion um die „Berliner Straßenszene“ (1913) von Ernst-Ludwig Kirchner geht weiter. In einer vierseitigen Pressemitteilung erklärt die Anwaltskanzlei der Erben von Alfred Hess, Rowland & Associates, warum die Restitution des Gemäldes rechtmäßig sei. Die Familie Hess habe das Bild aufgrund von Verfolgung durch die Nationalsozialisten verloren. Die Anwälte zitieren eine eidesstattliche Erklärung von Alfred Hess’ Witwe Thekla vom 1. April 1958: „1936 haben mich in den späten Abendstunden zwei Agenten der Geheimpolizei von Nürnberg unter Bedrohung gezwungen, die Bilder der Hess-Sammlung, die zu der Zeit im Kunsthaus Zürich aufbewahrt wurden, unverzüglich nach Deutschland zurückzubringen.“ Dieser Gestapo-Besuch habe stattgefunden, als Thekla Hess Verwandte in Bayern besuchte. Die Anwälte stellen fest, die Stadt Berlin habe sich in dieser Angelegenheit fair und gerecht verhalten. Nichts würde die Erben glücklicher machen als ein Rückkauf des Bildes durch die Stadt Berlin. Tsp

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