Kultur : Klagen für Kassel Brandenburgs Schlösser finanziell gesichert

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Weil er nicht zur Documenta 11 eingeladen wurde, will der Künstler Werner Hahn aus dem hessischen Gladenbach die Macher der Kasseler Weltkunstschau verklagen. Er wolle ein demokratischeres Auswahlverfahren erreichen, erklärte Hahn am Mittwoch. Es sei grundgesetzwidrig, wenn der Documenta-Leiter „ohne jede öffentliche Kontrolle über die künstlerische Konzeption“ entscheide. Der Künstler versucht seit mehr als zehn Jahren vergeblich seine Teilnahme bei einer Documenta gerichtlich durchzusetzen. Mit seinen als „Justiz-Kunst“ deklarierten Klagen, die er bereits durch mehrere Instanzen getrieben hat, strebt Hahn nach eigenen Angaben die „Demokratisierung und Pluralisierung der staatlichen Kunstförderung“ an. Der verschmähte Künstler ist überzeugt davon, dass die derzeit herrschende „Willkür“ bei der Auswahl der Documenta-Künstler gegen das Gebot von Kunstfreiheit und Chancengleichheit des Grundgesetzes verstoße. Die Gerichte sahen das anders: Das Verwaltungsgericht sprach Hahn 1996 gar die Klagebefugnis ab, da er vom Gesellschaftsvertrag der Documenta nicht persönlich benachteiligt werde. dpa

Das Land Brandenburg und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz haben eine Vereinbarung über die künftige Finanzierung von Schlössersanierungen unterzeichnet. Die gemeinsame Gesellschaft Brandenburgische Schlösser GmbH werde in diesem und im kommenden Jahr vom Land mit 1,5 Millionen Euro unterstützt, sagte Kulturministerin Johanna Wanka (CDU) am Mittwoch in Potsdam. Einen Betrag in gleicher Höhe stelle auch die Stiftung zur Verfügung. Zudem sollen verstärkt private Geldgeber gewonnen werden. Die Schlösser GmbH bekommt nach Angaben der Ministerin erstmals ein festes Budget. Bislang habe es nur mündliche Vereinbarungen gegeben, was die Verhandlungen über Zuwendungen immer wieder erschwert habe, sagte Wanka. „Die Grundlagen für den dauerhaften Bestand der Schlösser GmbH sind geschaffen“, sagte Wanka. Die Gesellschaft solle bis mindestens 2009 weiter existieren.

Die Erhaltung der Schlösser Brandenburgs kann nach Ansicht der Stiftung Denkmalschutz nicht nur Aufgabe des Staates sein. Die Stiftung gebe 80 Prozent ihrer Mittel für die Erhaltung von Baudenkmälern in Ostdeutschland aus, sagte Geschäftsführer Robert Knüppel. In vielen Fällen habe schon die Restaurierung einen gewaltigen psychologischen Effekt auf die Bevölkerung. dpa

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