Kultur : Klarstellung

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Im „Tagesspiegel“ vom 30. März 2007 haben wir unter der Überschrift „Der Quellentreue“ einen Artikel des Redakteurs David Ensikat veröffentlicht, der sich mit einem von Herrn Dr. Jochen Staadt, Projektleiter im Forschungsverbund SED-Staat der FU Berlin, verfassten Gutachten zu einer möglichen IM-Tätigkeit der verstorbenen Schauspielerin Jenny Gröllmann und einem Beitrag von Herrn Dr. Staadt dazu in dieser Zeitung befasst. In dem Artikel von Herrn Ensikat heißt es über Herrn Dr. Staadt:

„Der Aktenfachmann könnte zumindest ahnen, dass die 350 Seiten, die die Birthler-Behörde an ihn nie herausgegeben hat, keine Notizen über die umstrittene IM-Tätigkeit enthalten, sondern lediglich Informationen über Jenny Gröllmann selbst. Nun erweckt er den Eindruck, er kenne den Inhalt dieser 350 Seiten.“

Diese Behauptung ist unzutreffend. Richtig ist vielmehr, dass Herr Dr. Jochen Staadt die betreffenden Seiten aus der Stasi-Akte von Frau Gröllmann kennt. Sie wurden ihm von der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR nach Maßgabe des novellierten Stasiunterlagengesetzes am 13. Februar 2007 vorgelegt.

Herr Ensikat schreibt weiter, dass Grundlage des Gutachtens von Herrn Dr. Staadt „die bruchstückhafte Akte der Staatssicherheit, nichts weiter“ gewesen sei. Auch diese Behauptung trifft nicht zu. Tatsächlich wertet das Guchtachten von Herrn Dr. Staadt neben der StasiAkte von Frau Gröllmann auch weitere Parallelüberlieferungen des Ministeriums für Staatssicherheit der ehemaligen DDR aus.

Berlin, den 14. Mai 2007

Die Redaktion

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