Kultur : Kleiner und feiner

Das Art Forum Berlin zieht um und beschränkt die Teilnehmerzahl

Katrin Wittneven

Mindestens zwei Änderungen wird es beim nächsten Art Forum Berlin (1. bis 5. Oktober) geben: Zum einen wird die Kunstmesse in die denkmalgeschützten lichten Hallen 18 bis 20 auf dem Messegelände umziehen, die Richard Ermisch in den Dreißiger Jahren konzipiert hat. Von dem Architekten stammt auch die 35 Meter hohe „Ehrenhalle“, die von den Hallen 18 und 20 flankiert wird.

Mit der Verringerung der Quadratmeterzahl um etwa die Hälfte geht auch eine Beschränkung der Aussteller um ein Drittel einher. Hatte sich die Teilnehmerzahl in den letzten Jahren bei etwa 150 Galerien eingependelt, sollen nun nur noch rund 100 Aussteller zugelassen werden. Es ist eine begrüßenswerte Entscheidung der Messegesellschaft, die Qualität halten zu wollen, und nicht allein auf die Zahl der Teilnehmer zu setzen. Die Konkurrenz für die bisher führende Messe im Sektor Gegenwartskunst hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Gerade in der zeitgenössischen Kunst haben andere Messen enorm zugelegt: die Art Basel mit ihrem riesigen Sonderbereich für Skulpturen und Videokunst und dem erfolgreichen Debüt der Art Basel Miami im letzten Dezember. Neue Konkurrenz bekommt das Art Forum zudem mit der Londoner „frieze art fair“: Die Vernissage für die ebenfalls mit rund 100 Galerien antretende neue Londoner Messe liegt nur gut zwei Wochen nach der Eröffnung der Berliner Messe.

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