Kultur : Kleist-Preis offenbar vor dem Aus

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Der renommierte KleistPreis steht möglicherweise vor dem Aus. Die Zukunft der mit 20 000 Euro dotierten Literaturauszeichnung sei ungewiss, sagte der Präsident der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft, Günter Blamberger, am Sonntag anlässlich der Verleihung des Preises an die deutsch-türkische Schriftstellerin und Schauspielerin Emine Sevgi Özdamar. Die Kulturstiftung der Deutschen Bank hat den Preis in diesem Jahr zum letzten Mal gefördert. „Wir brauchen Geld“, betonte Blamberger. Neben der Deutschen Bank würden sich auch die Länder Berlin und Brandenburg zurückziehen. Sie hatten bislang für Unterkunft und Bereitstellung des Berliner Ensemble für die Preisverleihung gesorgt. Die 1946 in der Türkei geborene und in Berlin lebende Emine Sevgi Özdamar nahm den Kleist-Preis am Sonntag in dem Theater entgegen. Sie sei stolz, mit der Auszeichnung des „genialsten deutschen Dichters“ geehrt worden zu sein, sagte sie. Neben Büchner habe er dazu beigetragen, dass sie die deutsche Sprache erlernen wollte. Der Dramaturg des Berliner Ensembles, Hermann Beil, hatte die Auswahl im Auftrag der Jury der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft in alleiniger Verantwortung getroffen. Özdamar sei „im wahrsten Sinne des Wortes eine europäische Literatur“ zu verdanken, sagte Beil in seiner Laudatio. dpa

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