Komische Oper Berlin : Orchester spricht sich gegen Manacorda aus

Jeder dachte, er wird es. Doch jetzt hat das Orchester der Komischen Oper beschlossen: Antonello Manacorda soll nicht unser neuer Chefdirigent werden.

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Antonello Manacorda
Antonello ManacordaFoto: Manfred Thomas

Der Leiter der Kammaerakademie Potsdam, Antonello Manacorda, wird nicht neuer Generalmusikdirektor der Komischen Oper Berlin. Wie mehrere Berliner Medien am Montag berichteten, hat sich das Orchester gegen ihn ausgesprochen. Von „Grabenkämpfen“ zwischen Intendant Barrie Kosky und dem Orchester war die Rede. Die Komische Oper bestätigt die Berichte, wollte sie aber auch am Dienstag nicht kommentieren. Manacorda, der von Kosky vorgeschlagen worden war, hat erst vor zehn Tagen mit großem Erfolg die Premiere von Gioachino Rossinis Oper „Il barbiere di Siviglia“ an der Komischen Oper dirigiert und war danach als Favorit für das Amt des Generalmusikdirektors (GMD) des Hauses gehandelt worden. Amtierender GMD ist noch bis 2017 Henrik Nánási. Laut Tarifvertrag wird der Orchestervorstand bei Einstellung oder Nicht-Verlängerung eines GMD an der Entscheidung beteiligt, möglichst in Einvernehmen mit der Intendanz. Die Berliner Philharmoniker sind das einzige Orchester in Berlin, das seinen Chefdirigenten vollständig selbst wählt.

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