Kultur : Komische Oper: Neue Offenheit

luzi

Überraschungscoup an der Komischen Oper: Intendant Albert Kost stellte gestern Blanca Li als neue Chefchoreografin vor. "Hals über Kopf" ist die Spanierin als Nachfolgerin des nach Basel wechselnden Richard Wherlock unter Vertrag genommen worden. Zuletzt war der Eindruck entstanden, dass das Ballettensemble der Komischen Oper abgewickelt werden sollte.

Mit Spielzeitbeginn im September tritt Blanca Li, die in Paris ihre eigene Compagnie unterhält, ihr Amt als Chefchoreografin des Berlin Balletts / Komische Oper an. Ihr Vertrag hat eine Laufzeit von drei Spielzeiten mit der Option auf Verlängerung für weitere zwei Jahre. Die Compagnie wird voraussichtlich eine Größe von 20-24 Tänzern haben.

"Von mir fällt eine Last ab", sagte der Ballettbeauftragte Gerhard Brunner, "da 13 Tänzer der Komischen Oper nun übernommen werden." Seine Suche nach einem geeigneten Nachfolger habe sich in den letzten elf Monaten an den wechselnden Strukturmodellen orientieren müssen. Mit der Entscheidung für Blanca Li werde eine neue Farbe in die Stadt geholt und auch die Komische Oper neu definiert. Sie sei bereit, sich auf die schwierige Situation einzustellen. Blanca Li, die in New York studiert hat, amalgamiert Flamenco, Modern Dance, Ballett, Hip-Hop und Zirkus-Elemente zu einem zeitgenössischen Stil-Mix. In Frankreich hat sie sich auch mit Choreografien für die Opéra Nancy und die Pariser Opéra Garnier einen Namen gemacht, wo sie Ende 2001 "Sheherazade" herausbringen wird. Für die erste Saison an der Komischen Oper sind zwei Premieren vorgesehen. Im Mai wird Gerhard Brunner den künftigen Ballettchef der Deutschen Oper vorstellen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben