Kultur : KOMÖDIE

Reine Geschmacksache

Martin Schwarz

Mitte der Neunziger gab es einen Boom deutscher Komödien, gerne mit schwulem Touch: „Stadtgespräch“, „Der bewegte Mann“ oder „Echte Kerle“ hießen diese sehr erfolgreichen Filme. Genau in diese Zeit fühlt man sich hier nun zurückversetzt. Wolfi ist ein Bekleidungsvertreter der ganz alten Schule und weigert sich, seiner Kundschaft eine neue, aber qualitativ minderwertige Kollektion anzudrehen. Das besorgt dann Wolfis jüngerer Konkurrent, der toughe Steven. Und in genau den verguckt sich Wolfis 18-jähriger Sohn Karsten, der von seinem Vater zum Chauffeur zwangsverpflichtet wurde. Das Ganze ist flott inszeniert und richtig gut besetzt, kommt aber insgesamt deutlich zu brav daher und weist ästhetisch nie über TV-Dutzendware hinaus. Ein Film, den man im Kino nicht wirklich braucht. Martin Schwarz

„Reine Geschmacksache“,

D 2007, 105 Min., R: Ingo Rasper, D: Edgar Selge, Roman Knizka, Florian Bartholomäi

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