Kultur : KOMÖDIE

Meine schöne Bescherung

Julian Hanich

Weihachten – dieses wohligste und beklemmendste aller Feste, geliebt und gefürchtet wie kein zweites – ist immer für ein paar Scherze gut. Warum also keine Komödie über das ganz normale Chaos einer Patchworkfamilie an Heiligabend? Das gibt die Gelegenheit, ein ganzes Rudel merkwürdiger Figuren aufeinanderzujagen und deren Idealvorstellungen vom stillen Fest zu begraben. Zwar hält „Meine schöne Bescherung“ im Laufe der 92 Minuten ein paar hübsche Wendungen bereit und der Schluss gerät schließlich so überdreht, wie man sich den Rest gewünscht hätte. Dennoch ist der starbesetzte Film von Vanessa Jopp („Komm näher“) nicht richtig gemein oder gar gehässig, nicht richtig flott oder gar spritzig, nicht richtig überzogen oder gar absurd. Netter Weihachtsschwank. Julian Hanich

„Meine schöne Bescherung“, D 2007, 92 Min., R: Vanessa Jopp,

D: Martina Gedeck, Heino Ferch, Jasmin Tabatabai

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