Kultur : KOMÖDIE

Sterben für Anfänger

Christian Schröder

Kennen Sie den? Vater ist tot, im Sarg kehrt er ein letztes Mal in sein Haus zurück, um dort für die Beerdigung aufgebahrt zu werden. Der trauernde Sohn gibt sich gefasst. Als die Träger den Holzkasten öffnen, schaut er irritiert. Dann lacht er. „Ihr habt die falsche Leiche gebracht.“ Kein schlechter Witz. Leider nicht ganz neu. Genau das ist das Problem dieser tiefschwarzen Komödie, die von einem slapstickartig aus dem Ruder laufenden Leichenschmaus in einer südenglischen Villa handelt. Die Dialoge sind schnell und bissig, es gibt deftige Überraschungen, genüsslich werden das steife Gebaren und die doppelte Moral der Upperclass vorgeführt. Und dann kommt, uuups, auch noch raus, dass der tote Papa einen schwulen, extrem kleinwüchsigen Lo- ver hatte. Ein Film wie gehobenes Boulevardtheater: lustig, aber nicht wirklich witzig. Christian Schröder

„Sterben für Anfänger“, GB 2007, 91 Min., R: Frank Oz, D:

Rupert Graves, Daisy Donovan

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