Kultur : Kompromiss in Donaueschingen

NAME

Im Streit um die Kunstsammlung des Hauses Fürstenberg in Donaueschingen hat man sich auf einen Kompromiss geeinigt. Um die Rückführung bedeutender Gemälde alter Meister nach Donaueschingen zu ermöglichen, verzichtet das Denkmalamt auf eine Eintragung der Kunstwerke in das Denkmalbuch. Im Gegenzug hat sich das Fürstenhaus dazu bereit erklärt, dass der Karlsbau in Donaueschingen aus dem 19. Jahrhundert und die dort befindlichen naturwissenschaftlichen Sammlungen als „Kulturdenkmal besonderer Bedeutung“ unter Schutz gestellt werden. Dieser Schutz war ursprünglich auch für die Gemäldesammlung vorgesehen. Auf Wunsch des Fürstenhauses werden die Gemälde nun aber doch nicht in das Denkmalbuch eingetragen. Damit ist ein Handel mit den Gemälden nicht völlig ausgeschlossen. Um jedoch einen unkontrollierten Weiterverkauf der Kunstwerke zu verhindern, erstellt das Denkmalamt eine Liste jener Kunstwerke, die besonders bedeutsam sind. Durch eine Vereinbarung soll sichergestellt werden, dass diese Kunstwerke in Donaueschingen bleiben. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben