KONZERTMischa Maisky und die Tschechische Philharmonie Prag : In guten Händen

Antje Horn-Conrad

Seit Monaten schon sind die Karten ausverkauft für Potsdams illuminierte Nachtwanderung durch den Park Sanssouci, an dessen Schlössern, Wegen und lauschigen Gartenplätzen künstlerische und kulinarische Häppchen serviert werden. Mehr als einen Vorgeschmack bekommen indes die Besucher des Konzerts am Vorabend der Schlössernacht: Auf der Mopke am Neuen Palais musiziert die Tschechische Philharmonie Prag gemeinsam mit dem Solisten Mischa Maisky Antonín Dvobáks klangvolles Cellokonzert.

Maisky gilt weltweit als der Einzige, der sowohl bei Mstislaw Rostropowitsch und Gregor Piatigorski, den beiden bedeutendsten Cellisten des 20. Jahrhunderts, studierte. Er spielt auf einem Montagnana-Cello, das ihm nach seinem Debütkonzert in der Carnegie Hall ein 94-jähriger Musiker überließ, der sein Instrument in den besten Händen wissen wollte. Indem er es an einen jungen, aufstrebenden Musiker weitergab, hoffte er, dass möglichst viele Menschen auf der ganzen Welt dieses Cello hören könnten. Eine Hoffnung, die sich erfüllen sollte.

Im Anschluss an Dvobáks Cellokonzert, dessen böhmischer Tonfall nicht zu überhören ist, spielt die Tschechische Philharmonie unter der Leitung von Zdenek Mácal die vierte Sinfonie von Peter I. Tschaikowsky, die der Komponist nach eigenen Worten mit „Liebe und glühender Begeisterung“ schrieb und seiner Förderin Nadeshda von Meck widmete. Zum Ende hin steigt ein barockes Feuerwerk in den Nachthimmel und die Konzertbesucher können bis Mitternacht durch den erleuchteten Park promenieren. Antje Horn-Conrad

Neues Palais Sanssouci, Fr 17.8., 20 Uhr, Einlass 18 Uhr, 40/50/60 €

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