Kultur : Krach in Frankfurt: Kulturdezernent soll gehen

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In einem Offenen Brief wenden sich mehr als 100 Frankfurter Bürger und Kulturschaffende gegen die Wiederwahl des städtischen Kulturdezernenten HansBernhard Nordhoff (SPD). Dem 56-jährigen Politiker werden unter anderem Bürokratismus, mangelndes Engagement und fehlende Kommunikationsfähigkeit vorgehalten. Zu den Unterzeichnern gehören Ulla Unseld-Berkéwicz, Joachim Unseld, und Bodo Kirchhoff, Hannelore Elsner, Iring Fetscher und Wolf Singer.

Unter dem Titel „Der Fall Nordhoff“ halten die Kritiker dem Dezernenten etliche Versäumnisse in der städtischen Kommunalpolitik vor. Bei der Intendantensuche für das Schauspiel habe er die Stadt dem Gespött ausgesetzt, keine Position zum drohenden Umzug der Buchmesse nach München gefunden und den Nachlass des Kabarettisten Matthias Beltz nach Berlin ziehen lassen. Auch der Rettung des Ballett-Ensembles unter Leitung von William Forsythe habe Nordhoff passiven Widerstand entgegengesetzt. Der SPD-Politiker hat solche Vorwürfe in der Vergangenheit immer bestritten. Die Wiederwahl Nordhoffs in diesem Frühjahr gilt bislang als sicher, weil sich SPD und CDU bereits auf ein gemeinsames Personaltableau geeinigt haben. dpa

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