Kultur : Künstler kritisieren Agenda 2010

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Hunderte Schriftsteller und Künstler, darunter Günter Grass, Christoph Hein, Erich Loest, Carola Stern und Daniela Dahn, haben an Bundeskanzler Gerhard Schröder appelliert, die Kritik an der Agenda 2010 ernst zu nehmen. Die Verbesserungsvorschläge zum Reformprogramm müssten sorgfältig geprüft und „ein tragfähiger Kompromiss“ angestrebt werden. Die 325 Unterzeichner des Appells der „Aktion für mehr Demokratie“ um den Heidelberger Grafiker Klaus Staeck betonen die Notwendigkeit von Reformen für Deutschland, „um die sozialen Sicherungssysteme zukunftsfest zu machen, um Pfade zu mehr Beschäftigung zu öffnen.“ Allerdings müsse man auch den Kritikern der Agenda 2010 aus der SPD zustimmen, wenn sie darauf beharrten, dass die unvermeidbaren Belastungen in diesem Reformprozess gerechter verteilt werden sollten. Der Bundeskanzler täte gut daran, die Kritik aus den eigenen Reihen an den Reformplänen „nicht als Anschlag auf die Regierungsfähigkeit zu sehen, sondern als den Versuch, den notwendigen Reformprozess so zu gestalten, dass er von der Mehrheit der Menschen mitgetragen und damit erfolgreich sein kann.“ dpa

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