Kultur : KÜNSTLERBEZIEHUNGSFILM Das Sichtbare und das Unsichtbare

Eugen Dennoch

Seele, das ist für Rudolf Thome das, was unsichtbar ist. Daran, was sichtbar wird, wie Menschen handeln, denken und fühlen. Weil das Sichtbare und das Unsichtbare zudem auf die zentrale Frage aller Malerei zielt und jetzt auch ein Maler die Hauptperson abgibt, hat man mit ihr die Thome-Figur in Reinkultur vor sich: ein Künstler-Mensch, der am Dasein zerbricht. Was hier scheitert, ist eine Liebesbeziehung. Der Maler ist ein ausgesucht ruppiger Mensch, der seine Maria unbegründet verlässt und mit seiner Tochter ans Meer fährt. Thome erzählt dies in feinen Pinselstrichen und einer wohltemperierten Atmosphäre. Es gibt einige wenige intensive Szenen, auch manch peinliche (Hannelore Elsner spricht mit Pferden!) und viel psychologische Genauigkeit. Feines Gefühlskino.Eugen Dennoch

„Das Sichtbare und das Unsichtbare“, D 2006, 118 Min.,

R: Rudolf Thome, D: Hannelore Elsner, Guntram Brattia

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