"Kulinarisches Kino" : Leckerbissen für Cineasten

Gutes Essen und ein guter Film haben viel gemeinsam: Sie sind Vergnügen, Unterhaltung und ein sozialer Akt. Das meinen zumindest die Macher der Berlinale.

Berlin - Unter dem Motto "Eat, Drink, See Movie" werden vom 11. bis 15. Februar während des Internationalen Filmfestivals abendliche Menüs aus Film, Essen und Talk kredenzt. Die Besucher schauen sich zunächst im Kino im Martin-Gropius-Bau einen Film an, der mit dem Thema Essen und Trinken zu tun hat.

Anschließend geht es ins Restaurant "Gropius Mirror" im Spiegelzelt vor dem Gebäude. Dort servieren Starköche aus Berlin Gerichte, die sie extra für das "Kulinarische Kino" kreiert haben. Und danach lädt Hobbykoch Alfred Biolek zu einem Talk mit Köchen, Regisseuren, Produzenten und Experten ein.

Dieter Kosslick: "Keine Filmdeals ohne Restaurants"

"Kochen und Filmen sind kreative Vorgänge, die eng miteinander verbunden sind", sagt der Leiter des "Kulinarischen Kinos", Thomas Struck. "Im Topf werden Rohstoffe transformiert, beim Filmen wird die Realität transformiert." Für Berlinale-Chef Dieter Kosslick ist der Zusammenhang noch viel einfacher: "Ohne Restaurants gibt es keine Filmdeals."

Die kulinarisch-cineastische Reihe wird am 11. Februar mit dem japanischen Spielfilm "Love and Honor" von Yoji Yamada eröffnet, der zuvor bereits die Berlinale-Sektion Panorama startet. Starkoch Michael Hoffmann wird die Gäste anschließend mit Popcorn Samurai und Blindem Reis überraschen und mit Alfred Biolek über "Liebesdienste - Kochen, Essen, Unterhalten" plaudern.

Doris Dörries "How to cook your life" ist auch dabei

Auf dem Programm der Reihe stehen sieben Premieren, ein Kurzfilmabend und zwei Klassiker. Darunter sind vorwiegend Dokumentarfilme - etwa "How to cook your life" von Doris Dörrie und "The chicken, the fish & the king crab" des spanischen Produzenten Antonio Saura.

Da zum edlen Menü auch ein edler Tropfen gehört, widmet sich das "Kulinarische Kino" am 15. Februar dem Wein. Zunächst wird "Sideways" gezeigt, ein mit Preisen überhäufter US-Spielfilm. Anschließend diskutieren junge Winzer und der Wein-Experte Stuart Pigott über "Wild Wine Ways". Für diesen Abend - eine Benefizveranstaltung für mehrere Berliner Schulen - müssen die Besucher tief in die Tasche greifen: Der Eintritt kostet 100 Euro. An den anderen Abenden sind Film, Essen und Talk für 39 Euro zu haben. Die Spätvorstellungen ohne Beiprogramm kosten sieben Euro. (tso/ddp)

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