Kultur : Kulturausschuss: Bebelplatz soll frei bleiben

Der Kulturausschuss des Abgeordnetenhauses hat sich dagegen ausgesprochen, erneut eine Fashion Week auf dem Bebelplatz abzuhalten. In einer Stellungnahme an den Petitionsausschuss wird auf die besondere Bedeutung der Leere des Platzes hingewiesen, die es dem Mahnmal von Micha Ullman zur Erinnerung an die Bücherverbrennung erlaube, volle Wirkung zu entfalten. Der israelische Künstler erhält am 6. September den Moses-Mendelssohn-Preis des Landes Berlin.

Damit reagiert der Ausschuss auf eine Petition von über 600 Bürgern und mehreren Kultureinrichtungen, die fordern, keine kommerziellen Veranstaltungen auf dem Bebelplatz mehr zu genehmigen. Trotzdem betonen die Abgeordneten, wie wichtig der Ausbau Berlins zum Mode- und Kreativzentrum sei. Nun müssten andere Plätze gefunden werden: „Wir müssen viel grundsätzlicher über den Umgang mit kommerziellen Veranstaltungen im öffentlichen Raum reden“, so Vorsitzende Alice Ströver (Grüne). Kultursenator Klaus Wowereit warnte davor, den Bebelplatz zum heiligen Ort zu erklären: „Völlige Leere bekommen Sie nur, wenn sie auch kein Publikum mehr auf den Platz lassen.“ uba

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