Kultur : Kulturförderung: Kulturrat bezieht Stellung zu GATS-Verhandlungen

nim

Das europäische Urheberrecht und das Prinzip der staatlichen Kulturförderung sollen von der voranschreitenden Öffnung der Weltmärkte unangetastet bleiben. Das forderte der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, gestern in Berlin. "Wir sind für die Liberalisierung des Handels - aber nicht auf Kosten der Vielfalt der Kultur", sagte er. Außerdem setzt sich der Interessenverband kultureller Institutionen für den Erhalt der Buchpreisbindung ein. Anlass für die Stellungnahme des Kulturrats sind die laufenden Verhandlungen der Welthandelsorganisation über den Handel mit Dienstleistungen (GATS 2000), zu denen auch Kulturgüter zählen. Frühestens im Herbst will die Europäische Kommission eine gemeinsame Position aller Mitgliedsstaaten für die GATS 2000-Verhandlungen formulieren. Vor allem die USA kritisieren die staatlich verankerte Kulturförderung als unzulässige Subventionierung einer Handelsware.

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