Kulturforum : Bund Deutscher Architekten kritisiert Ideenwettbewerb

Es gibt Hoffnung, dass es doch noch was werden könnte mit der Brache namens Kulturforum. Doch der Bund Deutscher Architekten kritisiert, dass beim geplanten Museum der Moderne der Gesamtzusammenhang aus dem Blick gerät.

Luft nach oben. Die Freifläche vor der evangelischen St.-Matthäus-Kirche am Kulturforum.
Luft nach oben. Die Freifläche vor der evangelischen St.-Matthäus-Kirche am Kulturforum.Foto: dpa

Der Bund Deutscher Architekten (BDA) fordert, bei der Entwicklung des Kulturforums nicht nur das geplante Museum des 20. Jahrhunderts im Blick zu haben, sondern das Areal in einem größeren städtebaulichen Zusammenhang zu denken. In einem Offenen Brief an Kulturstaatsministerin Monika Grütters, Senatsbaudirektorin Regula Lüscher, Hermann Parzinger - Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz - und andere Verantwortliche schreibt der BDA, dass mit dem Ideenwettbewerb „die vielfältigen, an das Grundstück unmittelbar angrenzenden städtebaulichen Schwierigkeiten wie die Potsdamer Straße, die Piazetta, die Einbindung der Matthäikirche etc.“ nicht überwunden werden konnten. Die Ergebnisse des Wettbewerbs waren bis 13. März im Foyer des Kulturforums ausgestellt.

Der BDA schlägt jetzt vor, von den Teilnehmern des im nächsten Schritt anstehenden Realisierungswettbewerbs ein Gesamtkonzept für das Gebiet zu fordern - um es auf diese Weise ins 21. Jahrhundert und in eine neue Ära hinübergleiten zu lassen. „Es geht hier nicht nur um ein Museum, nicht nur um den Dialog mit den Ikonen der Moderne, es geht um einen neuen Mittelpunkt der Stadt Berlin“, heißt es in dem Brief.

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