Kulturgutschutzgesetz : WDR darf zwei Bilder nicht ausführen

Beim Westdeutschen Rundfunk stehen zwei Bilder von Ernst Ludwig Kirchner und Max Beckmann zum Verkauf. Doch wegen des geplanten Kulturgutschutzgesetzes dürfen diese nicht außer Landes gebracht werden.

Der WDR (Westdeutscher Rundfunk) mit Dom in Köln.
Der WDR (Westdeutscher Rundfunk) mit Dom in Köln.Foto: Oliver Berg/dpa

Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) darf zwei zum Verkauf stehende Bilder von Ernst Ludwig Kirchner und Max Beckmann nicht ausführen. Nordrhein-Westfalens Kulturministerin Ute Schäfer (SPD) leitete ein Verfahren zur Eintragung der Kunstwerke in die Liste national wertvollen Kulturguts ein. Eine Sprecherin Schäfers bestätigte am Montag einen entsprechenden Bericht der „Welt am Sonntag“. Während des Verfahrens dürfen die Kunstwerke nicht außer Landes gebracht werden. Schäfer habe WDR-Intendant Tom Buhrow bereits Anfang Juli über den Schritt informiert, sagte eine Sprecherin des Ministeriums auf dpa-Anfrage.

Der WDR will voraussichtlich im nächsten Frühjahr etwa 50 Bilder vom Auktionshaus Sotheby's in London versteigern lassen. Insgesamt hat der Sender etwa 600 Kunstwerke in seinem Bestand. Der WDR erklärte am Montag, er respektiere die Entscheidung Schäfers, zu prüfen, ob Bilder in das Kulturgutverzeichnis aufgenommen werden sollen. „Klar ist: Der WDR wird nur Bilder veräußern, deren Verkauf im Einklang mit den geltenden gesetzlichen Bestimmungen steht.“ (dpa)

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