Kultur : "KulturHandbuch Berlin": Schlag nach bei "Zuckermuseum"

Alexander Haas

Kennen Sie die "Knorre"? Wissen Sie, wo das "Theater Zerbrochene Fenster" liegt? Oder seit wann es das Kabarett "Kneifzange" gibt? Ein Blick in das "KulturHandbuch Berlin" genügt, um eine Antwort auf diese und unendlich viele andere Fragen zu bekommen. Das Spektrum des in seiner zweiten Auflage aktualisierten Bandes reicht von A wie "Abgusssammlung antiker Plastik" bis Z wie "Zuckermuseum". Ein Handbuch muss vor allem eines sein: übersichtlich. In einem lexikonartig angelegten Hauptteil bietet das von Klaus Siebenhaar herausgegebene Kompendium eine Beschreibung der wichtigsten Kulturinstitutionen und -genres der Stadt. Die Artikel erfassen 700 kulturelle Einrichtungen und Formen - 150 mehr als in der ersten Auflage - und bewegen sich zwischen Stichworten wie Bundeskulturpolitik, Freie Gruppen, Junge Kultur, Kunst- und Kulturpreise oder Rock/Pop. Den Anfang machen aktualisierte historische Abrisse: Zunächst ein Überblick zur Berliner Kulturgeschichte vom 17. Jahrhundert bis heute, gefolgt von knappen Artikeln zu Kunst und Architektur, Film, Literatur, Musik, Theater. Der Anhang des handlichen Vademecums wird allen Statistikern nicht nur Berlins zur hellen Freude gereichen: Neben den Eckdaten zum Berliner Kutlturetat findet sich jetzt auch der Bundeskulturetat berücksichtigt, prospektiv bis 2001. Wer will, kann hier - geleitet von dem neu hinzugefügten Register - recherchieren, wer wann was von wem bekommen hat. Geld regiert die Welt - zumindest aber die Kultur.

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