Kultur : Kulturnachrichten: Heiner Müllers Nachlass und mehr

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Der Nachlass des Dramatikers Heiner Müller wird nach Ansicht des PDS-Politikers Gregor Gysi von der Berliner Akademie der Künste zu nachlässig betreut. Die Zusage, den Nachlass von wenigstens einer Archivarin und einer Germanistin erschließen zu lassen, sei durch das Auslaufen der Germanisten-Stelle quasi zurückgenommen worden. Die Akademie wies die Vorwürfe zurück. Der befristete Vertrag für die Germanistin werde im Mai 2002 tatsächlich nicht verlängert. Grund dafür sei jedoch, dass sich die geplante Müller-Edition ohne viel textkritische Arbeit zu einer Leseausgabe publizierter Texte entwickelt habe. (dpa)

Gerard Mortier, Intendant der für 2003 geplanten Ruhr-Triennale, will ein Festival für alle Bewohner des Ruhrgebiets veranstalten. "Es wäre eine wunderbare Aufgabe für mich, Besucher von Schalke in die Jahrhunderthalle zu bekommen", sagte er in Gelsenkirchen. Kulturminister Michael Vesper versicherte erneut, die Triennale werde "nicht auf Kosten anderer Kulturaktivitäten in Nordrhein-Westfalen gehen." Mortier, bisheriger Leiter der Salzburger Festspiele, betonte, er wolle kein Zwei-Klassen-Festival. Um die Menschen aus der Region zu gewinnen, strebe er beim Kartenverkauf eine "moderate Preispolitik" an. (dpa)

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