Kultur : Kulturnachrichten: Michelangelo Antonioni - Oriana Fallaci - Robert Menasse

Michelangelo Antonioni dreht nach sechs Jahren wieder. Der 89-jährige italienische Filmregisseur will zusammen mit dem Spanier Pedro Almodovar und Wong Kar-Wai aus Hongkong einen Episodenfilm mit dem Titel "Eros" drehen, berichtete "La Repubblica". Die Dreharbeiten zu der französischen Produktion sollen in der Toskana stattfinden. In Antonionis Teil des Films gehe es um zwei Frauen und deren Liebe zu demselben Mann. Dabei seien "hoch erotische Szenen" geplant, sagte die Frau des Regisseurs, Enrica Antonioni.

Oriana Fallaci hat sich in einem vier Zeitungsseiten langen Offenen Brief im "Corriere della Sera" über die Terroranschläge vom 11. September geäußert. Darin lässt die in New York lebende 71-jährige Autorin ihrer Kritik an Terrorismus und Moslems freien Lauf: "Es stört mich, überhaupt von zwei Kulturen zu sprechen oder die beiden Kulturen auf eine Ebene zu stellen, als handele es sich um zwei parallele Realitäten, von gleichem Gewicht und Maß". Das einzige, was sie im Islam finde, seien "Mohammed und sein Koran und Avvero als Gelehrter". In den zahlreichen Leserbriefen war sowohl "Gott segne Fallaci" zu lesen wie "Hätte die Signora ihr zehnjähriges Schweigen nicht noch weiter fortsetzen können?"

Robert Menasse erhält den Marie-Luise-Kaschnitz-Preis der Evangelischen Akademie Tutzing. Die mit 15 000 Mark dotierte Auszeichnung wird ihm für seinen jüngsten Roman "Die Vertreibung aus der Hölle" zugesprochen.

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