Kultur : Kulturnachrichten

Klaus-Dieter Lehmann, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, hat die Hauptstadt angesichts des geplanten Ausstiegs Berlins aus der Finanzierung der Museumsinsel vor "unwägbaren finanziellen Planspielen" gewarnt. Zwar würde er eine volle Übernahme der Investitionskosten durch den Bund begrüßen, doch hätte ein Ausstieg Berlins auch aus den laufenden Betriebskosten der Stiftung einen verheerenden psychologischen Effekt. Der FDP-Landesvorsitzende Günter Rexrodt plädiert dagegen für eine vollständige Finanzierung durch den Bund, da Berlin "immer Planungsunsicherheit und Zeitverzögerungen produziere". Da die Museumsinsel "nationales Kulturgut" sei, müsse der Bund "über seinen Schatten springen" und die Baukosten komplett übernehmen. Der Betriebshaushalt von gegenwärtig knapp 140 Millionen Euro wird vom Bund und den Ländern nach einem Schlüssel von 75:25 gemeinsam getragen. Es wäre nach Ansicht Lehmanns eine "unvorstellbare Frechheit", die Länder unter Druck zu setzen, wenn der Berliner Anteil unter den übrigen Ländern umverteilt werden müsste.

Richard Sylbert, amerikanischer Filmausstatter, starb 73-jährig in Kalifornien. Mit zwei Oscars für "Wer hat Angst für Virginia Woolf" (1966) und "Dick Tracy" (1990) war er einer der Stars seiner Zunft.

Mit "Hair" ist nach "Jekyll & Hyde" das zweite Musical in Bremen wegen mangelnden Zuschauerzuspruchs gescheitert. Die letzte, 183. Vorstellung von "Hair" war am Ostersonntag fast ausverkauft. "Hair", eine Übernahme vom Wiener Raimundtheater, hatte im September 2001 Premiere. Nach Finanzproblemen stellte die Betreibergesellschaft Ende Januar den Insolvenzantrag; 107 Mitarbeiter verlieren nun ihre Arbeit.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben