Kultur : Kulturnachrichten

Die umstrittene Satire-Ausstellung "Feinkost Adam" der Berliner Künstlerin Anna Adam im Jüdischen Museum Fürth wird nicht vorzeitig geschlossen. Dies beschloss der Trägerverein des Museums am Donnerstag in Fürth. Jüdische Organisationen reagierten mit Empörung. Sie hatten die sofortige Schließung der Schau gefordert. Die Abstimmung im Vorstand des Trägervereins ergab drei zu drei Stimmen, teilte der Vorsitzende des Trägervereins, Bezirkstagspräsident Gerd Lohwasser mit. "Ich bin maßlos enttäuscht", sagte der Vorsitzende des Landesverbands der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern, Josef Schuster. Er sehe keine Diskussionsbasis mehr für eine Zusammenarbeit mit dem "so genannten Jüdischen Museum". Enttäuscht zeigte sich auch Arno Hamburger, Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg. Museumsdirektor Bernhard Purin begrüßte die Entscheidung. Trotz der kritischen Stimmen wolle er sich weiter um den Dialog mit den jüdischen Gemeinden bemühen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben