Kultur : Kulturnachrichten

Mit dem Georg-Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung ist am Sonnabend die österreichische Schriftstellerin Elfriede Jelinek ausgezeichnet worden.Er gilt als wichtigste deutsche Literaturauszeichnung und ist mit 60 000 Mark dotiert.Die Autorin umstrittener Romane und Theaterstücke erregte zuletzt Aufsehen mit ihrem von Einar Schleef am Burgtheater inszenierten Theaterspiel "Ein Sportstück".Ihre künftigen Stücke will Jelinek vom Berliner Ensemble uraufführen lassen.Jelinek zählt zu den meistbeachteten deutschsprachigen Gegenwartsautoren.Ihr Werk umfaßt Lyrik, Prosa, Theaterstücke, Hörspiele und Drehbücher.Ihr Roman "Lust" (1989), ein bitteres Traktat über die sexuelle Erniedrigung der Frau, wurde ein Bestseller (ausführlicher Veranstaltungsbericht folgt). AP

Bernhard Minetti, am 12.Oktober im Alter von 93 Jahren in Berlin gestorben, wird am Mittwoch auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof an der Chausseestraße beigesetzt.Zuvor findet, Beginn 11 Uhr, die Trauerfeier im Berliner Ensemble statt, dem der langjährige Protagonist des Schiller-Theaters zuletzt angehörte.Zur Trauerfeier wird unter anderem der designierte Intendant des Berliner Ensembles, der Wiener Burgtheaterdirektor Claus Peymann, erwartet.Auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof ruhen viele Künstler - zuletzt wurden hier Stephan Hermlin und Heiner Müller beigesetzt.

Doris Thalmer, von 1964 bis Anfang der 90er Jahre Mitglied des Berliner Ensembles, ist im Alter von 91 Jahren gestorben.

Deutsch verliert als internationale Wissenschaftssprache nach Ansicht von Experten immer mehr an Bedeutung.Nicht nur in den Natur- und Technik-, sondern auch in den Wirtschaftswissenschaften sei die deutsche Sprache seit Jahrzehnten auf dem Rückzug.Selbst die Sprache der Philosophie werde immer stärker von englischen Begriffen durchsetzt, stellten Wissenschaftler zum Abschluß der Herbsttagagung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt fest.Diese Entwicklung könne sich fortsetzen.An der Tagung hatten rund 50 Wissenschaftler und Literaten teilgenommen.

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