Kultur : Kulturnachrichten

Michael Naumann, der designierte Staatsmininister für Kultur im Bundeskanzleramt, hat sich in Paris für eine Stärkung der Kulturförderung in Europa ausgesprochen.Der europäische Gedanke dürfe sich nicht auf die Schaffung einer gemeinsamen Währung beschränken, sagte der SPD-Politiker am Rande einer internationalen Konferenz zum Thema "Europa - die Kraft der Kultur".Naumann bekräftigte, er wolle den gebundenen Ladenpreis für Bücher verteidigen, der durch Angriffe aus der EU-Kommision gefährdet sei.In der europäischen Medienpolitik müsse angesichts der Kommerzialisierung der kulturelle Vorrang der öffentlich-rechtlichen Sender gewahrt bleiben.Besorgt äußerte sich Naumann über den Zustand der deutsch- französischen Sprachkurse.

Eberhard Diepgen, Berlins Regierender Bürgermeister, will die Entscheidung über ein Holocaust-Mahnmal nicht dem Bundestag überlassen.Er sei zwar zufrieden, daß "der von mir zu verantwortende Stopp zu einer richtungsweisenden Diskussion" geführt habe, sagte Diepgen der "Berliner Zeitung".Aber es sei ein Irrtum anzunehmen, daß eine Entscheidung allein der Bundestag treffen könne.Das Mahnmal solle in Berlin gebaut werden, und Berlin solle sich an den Kosten beteiligen.

Luciano Pavarotti gibt am 25.Januar 1999 einen Liederabend an der Deutschen Oper Berlin.Die Karten kosten zwischen 60 und 400 Mark, der Vorverkauf beginnt am 6.Dezember.Tsp

Vivienne Westwood, die englische Star-Modedesignerin, bleibt für weitere fünf Jahre an der Hochschule der Künste (HdK) in Berlin.Frau Westwood lehrt bereits seit fünf Jahren als Professorin für Bekleidungsgestaltung im Studiengang Industrial Design an der HdK.Vivienne Westwood verlange von ihren Studenten umfangreiche Recherche und minutiöse Kenntnis historischer Schnitte und Schnittechniken, hieß es vor Journalisten in Berlin.Das gründliche Studium der Modegeschichte sei Voraussetzung für Entwürfe, die Signal- und Avantgardecharakter tragen sollen.Seit 1995 sorgen die Modeschauen der Studierenden der Klasse von Vivienne Westwood für Aufsehen.ADN

Hans Joachim Schädlich, der Schriftsteller, ist in Stuttgart mit dem Schiller-Gedächtnis-Preis des Landes Baden-Württemberg geehrt worden.Die mit 40 000 Mark dotierte Auszeichnung ist der bedeutendste Literaturpreis des Bundeslandes.

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