Kultur : Kulturnachrichten

Der Streit um die Weimarer Kunstausstellung "Aufstieg und Fall der Moderne" ist über Pfingsten weiter eskaliert.Mehrere Künstler kritisierten das Ausstellungskonzept des DDR-Teils und kündigten an, ihre Arbeiten zurückzuziehen.Die Kunstsammlungen zu Weimar teilten am Sonntag mit, daß sie als Veranstalter der Ausstellung juristische Schritte gegen die Akademie der Künste Berlin-Brandenburg prüfen.Falsche Behauptungen der Akademie zu den Ausstellungsbedingungen hätten zu einer Vielzahl von Anfragen irritierter Leihgeber und sogar Rückgabeersuchen geführt.Die scharfe Kritik der Akademie der Künste Berlin-Brandenburg, die unter anderem von einem "skandalösen Rückfall in demagogische Abwertungs- und Denunziationsmuster des Kalten Krieges" sprach, bezeichneten der stellvertretende Direktor der Kunstsammlungen, Thomas Föhl, und Kurator Achim Preiß als "Vorverurteilung" und "üble Stimmungsmacherei".Sie warfen dem stellvertretenden Akademiepräsidenten Matthias Flügge bei der Kritik einen Alleingang und offensichtliche Interessenüberlagerung vor.Die Kunstsammlungen erklärten, die räumlichen, klimatischen und sicherheitstechnischen Bedingungen seien nicht zu beanstanden.Die Ausstellungshalle sei mit großem Aufwand technisch hergerichtet worden.Sie reagierte damit auf die Erklärung der Akademie aus der Vorwoche, wonach Kunstwerke "durch mehr als unzulängliche Ausstellungsbedingungen der physischen Schädigung, wenn nicht gar der Vernichtung preisgegeben" seien.



Klaus Staeck wird für sein Wirken im Sinne der Verbindung zwischen Kunst und Politik mit dem "Kulturgroschen 1999" des Deutschen Kulturrates ausgezeichnet.Bekannt wurde Staeck, der sich seit langem in der SPD engagiert, vor allem durch seine politischen Plakatmotive.Mit dem Kulturgroschen geehrt werden Persönlichkeiten und Institutionen, die besondere Verdienste in der Kunstförderung oder Kulturpolitik erworben haben. Tsp



Thomas Rosenlöcher erhält den mit 20 000 Mark dotierten Hölderlinpreis 1999 der Stadt und der Universität Tübingen.Der Dresdner Schriftsteller Rosenlöcher habe in seinem Werk besonders die Umbruchzeit in der damaligen DDR auf "sehr individuelle und literarisch überzeugende Art und Weise" verarbeitet und dabei ganz neue Perspektiven auf diese Zeit eröffnet, hieß es in der Jury-Begründung.



Jan Wornar, der sorbische Schriftsteller, ist tot.Wie der sorbische Künstlerbund am Montag in Bautzen mitteilte, starb der Heimatdichter und Bühnenautor nach schwerer Krankheit am Donnerstag im Alter von 64 Jahren in seinem Wohnort Räckelwitz (Landkreis Kamenz).Wornar gehörte zu den bedeutendsten sorbischen Autoren der Nachkriegszeit.Bücher wie "Im Land des Riesen" oder "Die Lärchengeige" wurden auch ins Deutsche übersetzt. ADN

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