Kultur : Kulturnachrichten

Schirmer will nicht mehr Langhoff-Nachfolger in Berlin werden

Der Stuttgarter Schauspielintendant Friedrich Schirmer wird nicht zum Deutschen Theater nach Berlin wechseln.Grund sei das Verhalten der Berliner Senatsbehörde während der Gespräche über die Nachfolge von Thomas Langhoff als Intendant, heißt es in einem am Freitag veröffentlichten Schreiben Schirmers an den Berliner Kultursenator Peter Radunski."Mehr noch als jeden Kandidaten setzen damit Protagonisten Ihres Hauses das Deutsche Theater selbst einem gefährlichen Spiel freier Kräfte aus", warnte Schirmer den CDU-Politiker.Leitende Mitarbeiter und Berater Radunskis hätten "durch gezielte Indiskretion Personalien wie Delikatessen auf den Meinungsmarkt" getragen.Der Stuttgarter Intendant hatte in den vergangenen Wochen wiederholt sein Interesse für die Nachfolge von Thomas Langhoff bekundet.Senator Radunski jedoch betonte, eine Entscheidung sei noch nicht gefallen.Im Gespräch für die Leitung des Deutschen Theaters waren außer Schirmer auch Dieter Dorn von den Münchener Kammerspielen, Michael Schindhelm vom Theater Basel sowie der Zürcher Schauspieldirektor Gerd Leo Kuck.



Stiftung will enteignete Kunstwerke zurückgeben

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz will von den Nationalsozialisten enteignete Kunstwerke an ihre jüdischen Erben zurückgeben.Die Rückgabe solle unabhängig von Verjährungsfristen vonstatten gehen, berichten die "Berliner Morgenpost" und "Die Welt".Angemeldet wurden die Ansprüche von der Schwiegertochter des Breslauer Industriellen Max Silberberg, der in einem Konzentrationslager umkam.Dabei handelt es sich um die Van-Gogh-Zeichnung "Olivenbäume vor dem Alpillen-Gebirge" und das Gemälde "Selbstbildnis oder Mann mit gelbem Hut" von Hans von Marees.Die Bilder waren 1935 zwangsversteigert worden.Silberberg besaß eine der bedeutendsten Prvatsammlungen der Weimarer Republik.Die Van-Gogh-Zeichnung befindet sich im Kupferstichkabinett, das Marees-Bild ist in der Nationalgalerie.

0 Kommentare

Neuester Kommentar