Kultur : Kulturnachrichten

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Udo Zimmermann ist nicht nur designierter Nachfolger von Götz Friedrich an der Deutschen Oper Berlin ab 2001, sondern auch seit 1997 Programmgestalter der Münchner Neue-Musik-Reihe "Musica Viva". Das möchte er auch weiterhin bleiben. Von der Münchner "Abendzeitung" befragt, ob nicht die Gefahr bestünde, daß "auf dem Weg zu Hauptstadt" München "auf der Strecke" bleiben könne, antwortete Zimmermann

"München bleibt nie auf dem Weg zur Hauptstadt auf der Strecke, weil die geheime Kulturhauptstadt München ist. Eher wird Berlin Probleme haben, mit München zu konkurrieren. (. . .) München hat mich immer gereizt. Kann ja sein, daß ich mich nach einigen Jahren in Berlin noch hier bewerbe."

Herr Zimmermann, wir danken für diese Information.





Nationalpreis 1999 für Kunstmäzen Berggruen und Physiker Bethge

Berlin - Der Kunstsammler Heinz Berggruen und der Physiker Heinz Bethge erhalten am 17. Juni in Berlin den Nationalpreis 1999. Die mit insgesamt 150000 Mark dotierte Auszeichnung wird zum dritten Mal von der Deutschen Nationalstiftung vergeben. Bundespräsident Roman Herzog wird den Preis übergeben, wie die Stiftung am Freitag mitteilte. Mit dem Preis werden Persönlichkeiten geehrt, die sich um die Vereinigung und das Zusammenwachsen Deutschlands und Europas verdient gemacht haben. Der erste Nationalpreis ging 1997 an die Gesellschaft zur Förderung des Wiederaufbaus der Frauenkirche Dresden e.V., der zweite 1998 an den Liedermacher Wolf Biermann.





Grisebach-Auktion: über 18 Millionen Mark Umsatz

Die am Sonnabend zu Ende gegangene Frühjahrsauktion der Villa Grisebach in Berlin erbrachte über 18 Millionen Mark. Im Vorjahr waren es 13,5 Millionen. Der Höhepunkt war am Vortag die Versteigerung eines Aktgemäldes von Erich Heckel für 1,8 Millionen Mark (Schätzpreis zweieinhalb Millionen Mark). Besonders gut verkauften sich die Werke zeitgenössischer Künstler wie Baselitz und Fetting. Bei der Fotografie-Auktion wurde erstmals die Millionengrenze in Deutschland überschritten.





Louvre muß jüdischer Familie Bild zurückgeben

Das Louvre-Museum in Paris muß ein Gemälde des italienischen Malers Giambattista Tiepolo an eine jüdische Familie zurückgeben. Ein Berufungsgericht habe entschieden, daß die Erben des Geschäftsmannes Frederic Gentili di Giuseppe zurecht Anspruch auf dieses Bild und vier andere Werke italienischer Meister des 18. Jahrhunderts geltend machen könnten. Das berichtete die französische Zeitung "Liberation" am Samstag. Der Verkauf unter deutscher Besatzung in Paris 1941 sei für nichtig erklärt worden.



Zimmermann: Leipzig will bis 2000 Intendant finden

Der Nachfolger des 2001 aus dem Amt scheidenden Intendanten der Oper Leipzig soll bis Jahresende gefunden sein. "Es gab ohne jegliche Ausschreibung über 100 Bewerber", sagte Opernchef Udo Zimmermann in einem dpa-Gespräch. "Die Begehrlichkeit auf diese Position ist sehr hoch." Der 55jährige Zimmermann, der das Haus seit der Wende zu einer der ersten Adressen für zeitgenössische Musik gemacht hat, wechselt 2001 als Generalintendant an die Deutsche Oper Berlin.

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