Kultur : Kulturnachrichten

Das nächste Festival " Theater der Welt" findet 2002 in Nordrhein-Westfalen statt. Gastgeber sind Bonn, Düsseldorf, Duisburg, und Köln; die Leitung übernimmt der Bonner Generalintendant Manfred Beilharz.



Friedrich Schirmer, Schauspielintendant der Württembergischen Staatstheater, soll auch Leiter der Stuttgarter Schauspielschule werden.



György Dalos, der ungarische Schriftsteller, hat sein Amt als Direktor des Hauses Ungarn aufgegeben, bleibt aber als freier Autor in Berlin. Dalos war seit 1995 Leiter des Kulturhauses, sein Nachfolger ist noch nicht benannt. Gegenwärtig ist der Autor mit der Vorbereitung des Ungarn-Schwerpunktes der Frankfurter Buchmesse im Herbst beschäftigt.





Die Spende eines anonymen Mäzens in Höhe von einer Million Mark ermöglicht dem Leipziger Museum für Bildende Künste als erstem ostdeutschen Ausstellungshaus ein Werk von Georg Flegel anzukaufen. AP





Catherine David Kuratorin bei den Kunst-Werken

Die erneuerten Kunst-Werke, kurz "KW" genannt, gehen in ihre nächste Sanierungsrunde und präsentieren als Zwischenbilanz ab Sonntag ihre neue Ausstellungshalle. Im Rahmen ihrer Ankündigung für die sogenannte Sommeraccrochage mit Arbeiten von Sol LeWitt, Tobias Rehberger, Richard Hoeck & John Miller, Joachim Koester sowie Susanne Gertrud Kriemann gab der künstlerlische Leiter Klaus Biesenbach bekannt, daß die Chefin der Documenta X, die Französin Catherine David, im kommenden Jahr als Gastkuratorin der "Kunstwerke" in Berlin-Mitte wirken wird. Daneben wurde auch die Vizedirektorin des New Yorker Museum of Modern Art und Gründerin des P. S. 1, Alanna Heiss, für Kuratorenaufgaben verpflichtet. Umgekehrt wirkt auch Berlin nach New York: Im Rahmen der "P. S. 1"-Ausstellung "Children of Berlin" zum zehnten Jahrestag des Mauerfalls wird der Film- und Theaterregisseur Christoph Schlingensief eine Performance gestalten. Insgesamt nehmen 20 Berliner Künstler an der Schau teil. Tsp





Union kritisiert Kulturpolitik der neuen Regierung

Die Kultur hat im Bundeskanzleramt nach den Worten des Unions-Kultursprechers Norbert Lammert heute weniger Unterstützung als zu Zeiten der CDU. Die Union habe damals die Bundes-Kulturförderung erheblich gesteigert. Für die einschneidenden Kürzungen von 200 Millionen auf 1,58 Milliarden Mark im Bundeskulturetat bis 2003 werde auch kein eigener Staatsminister gebraucht, kritisierte er. Im kommenden Jahr stehen Michael Naumann mit 1,67 Milliarden Mark 7,4 Prozent weniger Geld zur Verfügung. Dies entspricht der Sparvorgabe von Finanzminister Eichel für alle Ressorts. Kritik kam auch vom bayerischen Kunstminister Hans Zehetmair (CSU), der Naumann in Sachen Buchpreisbindung vorwirft, daß man die jetzige Lösung problemlos auch vor zweieinhalb Jahren habe präsentieren können. Eine rein nationale Lösung, wie sie nun angepriesen werde, beantworte weder die Frage nach Re-Importen noch sei sie auf Dauer durchzuhalten, weil internationale Internet-Buchhändler davon kaum zu beeindrucken wären.





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