Kultur : Kulturnachrichten

Hauptstadtkultur: Berlin zufrieden mit FörderungBerlins Regierender Bürgermeister Eberhard Diepgen hat sich zufrieden über die vorgesehene Kulturförderung der Hauptstadt durch den Bund geäußert. Die zusätzlichen 100 Millionen Mark bis 2003 seien zwar als Untergrenze festgelegt worden, er sei aber mit der Summe "als Ausgangspunkt nicht unzufrieden". Kultursenator Radunski sieht dadurch Planungssicherheit für die Berliner Kulturinstitutionen in den nächsten Jahren gegeben. Der Berliner "Rat der Künste" zeigt sich unterdessen beunruhigt über die ungeklärten Vergabeformen für die ungebundenen Mittel (ab 2000 ca. 20 Millionen Mark) in dem geplanten Projektfonds. Tsp Radunski: Bund wird indirekt das Schiller-Theater unterstützenDer Bund wird in Zukunft indirekt das Schiller-Theater als neues Festspielhaus der Hauptstadt finanziell unterstützen. Das werde durch Zuschüsse für internationale Gastspiele in dem 1993 als Staatsschauspiel geschlossenen Theater geschehen, sagte der Berliner Kultursenator Peter Radunski: "Der Bund soll uns über Programme, nicht über Investitionen beim Schiller-Theater helfen." Es werde eine Umverteilung der bisher für die Festwochen im September vorgesehenen Mittel auf die im Schiller-Theater das ganze Jahr über geplanten Gastspiele geben. Er gehe davon aus, daß die Berliner Festspiele das Schiller-Theater "grundsätzlich ohne zusätzliche Mittel betreiben" könnten. Radunski verwies auch auf den Wunsch des designierten Generalintendanten der Deutschen Oper, Udo Zimmermann, dort eine Musikwerkstatt einzurichten.Bundestagspräsident Wolfgang Thierse hat die Schirmherrschaft für den "Literatur Express Europa 2000" übernommen. Das Projekt, das auch vom Europarat, der Europäischen Kommission, der UNESCO und der UIC als Schirmherren unterstützt wird, schickt Schriftsteller aus ganz Europa in einem Sonderzug auf eine Lese- und Arbeitsreise. Die Route verläuft entlang des ehemaligen "Nord-Süd-Express", der West- und Osteuropa verband. Der Zug startet in Lissabon, macht Station in 11 Ländern und erreicht am 14. Juli 2000 als Endstation Berlin. Für den 15. Juli sind zahlreiche Literaturveranstaltungen in Berlin geplant, unter anderem eine "Nacht der Poesie" auf dem Potsdamer Platz, ein Festival "Eisenbahn und Film", ein "Literatur-Zirkus" im Ostbahnhof und eine Kundgebung auf dem Bebelplatz in Erinnerung an die nationalsozialistische Bücherverbrennung 1933. Tsp "Theater-Transfer" heißt ein neues deutsch-französisches Übersetzerprogramm, das einen schnelleren Austausch von Theaterstücken lebender Autoren ermöglichen soll. Es werden jährlich vier Stipendien für die Übersetzung von zwei deutschen und zwei französischen Stücken zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit eines unentgeltlichen Arbeitsaufenthalts in "La Chartreuse" bei Avignon. Bewerbungsschluß: 30. September. Weitere Auskünfte: Vincent Adelus, Bureau du Théâtre, Kurfürstendamm 211, 10719 Berlin. TspDas Berliner Grips-Theater hat die für Sonnabend, den 10. Juli, geplante Vorstellung von "Café Mitte" wegen der zu befürchtenden Lärmbelästigung durch die Love Parade abgesagt.

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