Kultur : Kulturnachrichten

Theaterfestival Avignon startet mit "Henry V" Mit einer farbenprächtigen Aufführung von Shakespeares "Henry V" hat am Wochenende das 53. Theater- Festival in Avignon begonnen. Das Stück über die vernichtende Niederlage der Franzosen 1415 bei Azincourt wurde erstmals in französischer Sprache gespielt. Philippe Torreton, ein Ex-Mitglied der Comedie Francaise in Paris, gab überzeugend den britischen Monarchen. Das Festival bietet bis zum 31. Juli rund 50 Produktionen mit Theater, Tanz und Musik.Berlin und Südamerika sind in diesem Jahr Programmschwerpunkte. Thomas Ostermeier inszeniert Brechts "Mann ist Mann" sowie "Unter der Gürtellinie" von Richard Dresser und "Shoppen und Ficken" von Mark Davonhill. Die Choreographin Sasha Waltz stellt die deutsch-russische Tanzschöpfung "Na Zemlje" (Auf der Erde) sowie "Zweiland" vor. "Herr der Ringe"-Film fast so teuer wie "Titanic"Die Verfilmung der Tolkien-Trilogie "Herr der Ringe" schickt sich an, der teuerste Kinofilm nach dem Leinwandepos "Titanic" zu werden. Die Produktion unter der Regie des Neuseeländers Peter Jackson soll 190 Millionen US-Dollar kosten, berichtet die neuseeländische "Sunday Star-Times". Die Dreharbeiten sollen im Oktober in Neuseeland beginnen und mindestens ein Jahr dauern. Die Rolle des Hobbit Frodo Baggins soll der 18jährige Elijah Wood spielen, der bereits in US-Filmen wie "Eissturm" und "Forever Young" zu sehen war. Der drei Stunden und 14 Minuten lange Film "Titanic" kostete 250 Millionen US-Dollar. Andreas Steinhöfel, 37jähriger Schriftsteller aus Berlin, ist für sein Werk "Die Mitte der Welt" (Carlsen Verlag) mit dem Jugendbuchpreis "Buxtehuder Bulle" ausgezeichnet worden. Der Preis, der seit 29 Jahren vergeben wird, ist mit 10 000 Mark dotiert. Die Auszeichnung geht auf eine Idee des Buxtehuder Buchhändlers Winfried Ziemann zurück. Der "Buxtehuder Bulle" ist eine kleine Statue eines stilisierten Bullen aus Metall, geschaffen von dem aus Buxtehude stammenden Künstler Reinhard Güthling. Michel Virlogeux, Erbauer der Normandiebrücke, erhält den mit 35 000 Mark dotierten und erstmals verliehenen Fritz-Leonhardt-Preis. Die Auszeichnung, gestiftet von der Ingenieurkammer Baden-Württemberg, ist nach dem Stuttgarter Bauingenieur Fritz Leonhardt benannt, der den Fernsehturm in seiner Heimatstadt erbaute.Beim Filmfestival in Karlovy Vary hat der israelische Film "Hachaverim shel Yana" (Yanas Freunde) den Hauptpreis, den Kristallglobus, gewonnen - der Film, der vom Leben russischer Emigranten in Israel erzählt, ist das Erstlingswerk von Regisseur Arik Kaplun. Als bester männlicher Darsteller wurde Schauspieler Hilmar Thate ausgezeichnet. Er erhielt den Preis für seine Leistung als entmachteter, psychologisch geschädigter Ex-SED-Genosse in Andreas Kleinerts Schwarzweiß-Film "Wege in die Nacht", der bereits in Cannes erfolgreich vorgestellt wurde. Der Zuschauerpreis ging an die Schwedin Lukas Moodysson für "Fucking amal", einen Film über ein lesbisches Coming Out unter Schülerinnen in der schwedischen Provinz. Der Dirigent Rolf Reuter wird zum Beginn der Spielzeit 2000/2001 Generalmusikdirektor am Theater Altenburg-Gera. Der 72jährige werde bereits von der kommenden Saison an mit dem Orchester arbeiten, sagte eine Sprecherin des Theaters am Sonnabend. Der designierte Generalintendant Rene Serge Mund habe sich für den langjährigen Musikchef der Komischen Oper Berlin entschieden. Den Altenburgern ist Rolf Reuter unter anderem durch die Seminare mit jungen Dirigenten bekannt.

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