Kultur : KULTURNACHRICHTEN

Schiller-Museum in neuem GlanzRechtzeitig zum 200. Todestag von Friedrich von Schiller im Jahr 2005 soll sich das Marbacher Schiller-Nationalmuseum in neuem Glanz zeigen. In den kommenden Jahren wird der denkmalgeschützte Bau am Ufer des Neckars umfangreich restauriert, wie der baden-württembergische Wissenschaftsminister Klaus von Trotha (CDU) in Stuttgart bekanntgab. Das Schiller-Nationalmuseum und das Deutsche Literaturarchiv gelten als bedeutendste Sammelstätten für die neuere deutsche Literatur.Geplant ist zudem ein neues Literaturmuseum der Moderne. Dort sollen zahlreiche Dokumente des Deutschen Literaturarchivs ausgestellt werden, für die es im alten Bau keinen Platz gibt. Die Kosten von insgesamt 22,3 Millionen Mark übernehmen Bund und Land mit jeweils 10,9 Millionen Mark, sowie das Nationalmuseum mit 500 000 Mark an Eigenmitteln.Zunächst öffnete 1903 das "Schiller-Archiv und -Museum" seine Pforten, seit Mitte der 50er Jahre widmet sich das neugegründete Deutsche Literaturarchiv im Schiller-Nationalmuseum der gesamten deutschen Literatur von der Klassik bis zur Gegenwart. Gemeinsames Ziel von Nationalmuseum und Literaturarchiv ist es, Texte und Dokumente der neueren deutschen Literatur zu sammeln, zu ordnen und zu erschließen. Das mit dem Museum verbundene Literaturarchiv enthält unter anderem eine Handschriftenabteilung, zu der rund 1000 Autorennachlässe und Einzelsammlungen gehören, sowie eine Bibliothek mit rund 600 000 Bänden. Die Sammlungen stehen jedem wissenschaftlich oder literarisch Arbeitenden offen.Kammersängerin Ruth Keplinger, Ehrenmitglied der Berliner Staatsoper Unter den Linden, ist im Alter von 76 Jahren gestorben. Die in Magdeburg geborene Sängerin hatte dem Staatsopernensemble von 1949 bis 1982 angehört. Zu ihren Partien an der Staatsoper zählten unter anderem die Eva in Wagners "Meistersingern" bei der Wiedereröffnung des Hauses 1955 und die Elsa im "Lohengrin". In Mozart-Opern war sie die Gräfin und Pamina. Auch gab sie viele Liederabende mit zum Teil weniger bekanntem Repertoire. TspDer Komponist Max Baumann ist, wie erst jetzt bekannt wurde, am Sonntag im Alter von 81 Jahren gestorben. Als Professor an der Berliner Hochschule der Künste hat Baumann seit 1961 zahlreiche Komponisten ausgebildet. Aus seinem eigenen Schaffen ragen vor allem geistliche Chorwerke hervor. TspDieter Schnebel, der Berliner Komponist,erhält den in diesem Jahr erstmals verliehenen Preis des Festivals Europäische Kirchenmusik. Der von der Stadt Schwäbisch Gmünd als Trägerin des Festivals gestiftete Preis ist mit 10 000 Mark dotiert. epdDer Uwe-Johnson-Preis, mit 25 000 Mark dotiert, ist dem Berliner Schriftsteller Gert Neumann für seinen Roman "Anschlag" zuerkannt worden. Das im Kölner DuMont Verlag erschienene Buch eröffne für den Ost-West-Dialog einen unerwartet poetischen Horizont, heißt es in der Begründung der Jury. Der Preis, alle zwei Jahre von der Tageszeitung "Nordkurier" und der Mecklenburgischen Literaturgesellschaft ausgeschrieben, wird im Rahmen der Uwe-Johnson-Tage in Neubrandenburg am 24. September überreicht. Kulturbesitz: Italien erhält Skulpturen zurückDie Stiftung Preußischer Kulturbesitz gibt drei römische Marmorskulpturen aus dem zweiten Jahrhundert nach Christi Geburt an die Republik Italien zurück. Die Marmorfiguren waren in den Jahren 1940/41 unter nicht näher geklärten Umständen aus Italien nach Deutschland gelangt und werden derzeit in der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin bewahrt, wie ein Sprecher der Stiftung gestern mitteilte. Vermutlich waren die Figuren für das von Hitler geplante Museum in Linz beziehungsweise für Hermann Görings Villa Carinhall bestimmt.Die Marmorskulpturen sollen heute nachmittag im Athena-Saal vom Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Klaus-Dieter Lehmann, an den Präsidenten der italienischen Kommission für die Wiedererlangung von Kunstwerken, Mario Bondioli-Osio, übergeben werden. Bondioli-Osio hat in diesem Zusammenhang bereits von einem "sehr bedeutenden Tag in den italienisch-deutschen Beziehungen" gesprochen.Hinweis"Gemischte Klasse" ist das Thema des 8. Würth-Literaturpreises, nicht "Gemischte Kasse", wie es am Mittwoch in unserer Nachricht hieß.

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