Kulturpreis : Westernhagen darf nicht Fussi gucken

Ausgerechnet am Abend des EM-Halbfinalspiels der deutschen Mannschaft war Musiker und Fußballfan Marius Müller-Westernhagen nicht im Stadion, sondern selbst Star einer Veranstaltung. Bereut hat er es sicher nicht.

Hamburg Der 59-jährige Marius Müller-Westernhagen erhielt in Hamburg den "Montblanc de la Culture Arts Patronage Award". Die Preisstifter würdigten damit Westernhagens Förderung junger Musiker mit dem Projekt "5000 x Zukunft" der Aktion Mensch. Auf das Spiel der deutschen Elf gegen die Türkei musste er dennoch nicht verzichten: Als die Nationalelf auf den Rasen lief, flimmerten die Bilder aus Basel über eine Leinwand.

Das Unternehmen Montblanc vergibt den internationalen Kulturpreis alljährlich an herausragende Persönlichkeiten in elf Ländern. Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde bereits zum 17. Mal verliehen. Das Geld soll an eine Schule in Südafrika gehen. Auf der Bühne gestand Westernhagen seine Aufregung. Er könne jedoch nicht genau sagen, ob die Preisverleihung oder das Fußballspiel Schuld daran seien, meinte er. Klar war für ihn aber, was er tun will, falls die Nationalelf das Finale erreichen sollte: "Dann sitze ich im Stadion." (kj/dpa)

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