Kulturprogramm im Schloss Neuhardenberg : Leuchtfeuer

Lesungen, Ausstellung, Konzerte: Die Stiftung Schloss Neuhardenberg feiert 15. Geburtstag und bietet auch diesen Frühling und Sommer wieder viele Kulturhighlights.

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Leuchtturm der Brandenburger Kulturlandschaft. Das Schloss Neuhardenberg Foto: picture alliance / dpa
Leuchtturm der Brandenburger Kulturlandschaft. Das Schloss NeuhardenbergFoto: picture alliance / dpa

Im brettflachen Land Brandenburg ein Leuchtturm zu sein, ist nicht so schwer. Die Stiftung Schloss Neuhardenberg allerdings hat seit 2002 dann doch eine ebenso außergewöhnliche wie dauerhafte Leuchtkraft entfaltet: Finanziert vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband, der auch die Renovierung des von Carl Friedrich Schinkel konzipierten Landsitzes bezahlt hat, sind hier fast das ganze Jahr über Kulturveranstaltungen auf Hauptstadtniveau zu erleben – die sowohl die Bürger aus der unmittelbaren Umgebung anziehen als auch Berliner, die ihre Stars gerne mal in ländlicher Abgeschiedenheit erleben wollen.

Mit der Ausstellung des Fotografen Ulrich Weichert „15 Jahre – 15 Köpfe“ werden ab 17. März die Stammgäste unter den Neuhardenberg-Künstlern gewürdigt, darunter Martina Gedeck (die gleich am 18. März aus „Luthers Glaube“ von Ricarda Huch lesen wird), Corinna Harfouch („Die Kunst der Klapperschlange“ am 26. März), Sophie Rois (Particia Highsmith am 8. April), Iris Berben (die mit Thomas Thieme am 18. Juni Agatha Christies „Zeugin der Anklage“ präsentiert) sowie Boris Aljinovic („Pünktchen und Anton“ am 25. Juni).

Shermin Langhoff und Sir Sebastian Woods über Europa

Artist in Residence ist diesmal der Cellist Jan Vogler, der am 7. Juli zusammen mit der Pianistin Hélène Grimaud auftreten wird und Ende Juli dann die Ergebnisse seines Meisterklassen-Workshops vorstellt. Alte Bekannte sind Ulla Meinecke (23. April) sowie Klaus Doldinger (17. Juni), ein Neuhardenberg-Debütant ist dagegen Al Jarreau, der am 2. Juli mit der NDR-Bigband „The Duke Ellington Songbook“ open air im Schlosspark aufführen wird. Wie schon bei der Eröffnung 2002 erweist der Komponist Michael Nyman Neuhardenberg seine Reverenz: Im Rahmen der von Dieter Kosslick kuratierten Reihe „Kino trifft Kulinarik“ ist er am 1. Juli zunächst mit seiner Band unter freiem Himmel zu hören, anschließend wird Peter Greenaways Film „Der Kontrakt des Zeichners“ gezeigt, zu dem Nyman den Soundtrack komponiert hat. Dazu kann gepicknickt werden.

Ein (kultur-)politisches Highlight schließlich dürfte die Diskussion zwischen Shermin Langhoff, der Intendantin des Berliner Maxim Gorki Theaters, und dem britischen Botschafter Sir Sebastian Wood am 14. Mai zum Thema „Quo vadis Europa?“ werden. Der Vorverkauf startet am 1. Februar, weitere Infos unter: www.schlossneuhardenberg.de.

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