Kulturtipps für Berlin : Wohin am Abend?

Am Strausberger Platz hat die Berlin Central Gallery mit Design made by DDR eröffnet. Außerdem gibt es den singenden Troubadour aus "Gilmore Girls" und: Oskar Roehlers hinreißender West-Berlin-Film startet. Die Kulturtipps für Berlin!

Berlin Central Gallery
Design made by DDR: die Berlin Central Gallery.Foto: promo / Central Berlin

Americana: Gelb & Phillips

Trotz einer Reihe toller Alben dürfte Songwriter Grant-Lee Phillips vor allem aus der US-Serie „Gilmore Girls“ bekannt sein, in der er als Troubadour die fiktive Kleinstadt Stars Hollow mit bittersüßen Songs beglückt. Wenn aber Phillips auf Howe Gelb trifft, die graue Eminenz von Giant Sand, führt der musikalische Weg hinaus aus der Stadt – entlang staubiger Highways, hinein in die weite Wüste.
20 Uhr, 28 Euro, frannz, Schönhauser Allee 36, Prenzlauer Berg

Theater-Solo: Curtain Call!

Eine Schauspielerin (Judith Rosmaier) steht kurz vor der Premiere – sie spielt Anna Karenina. Sie schläft nicht mehr. In den letzten, turbulenten Proben taucht sie in einen bizarren Bewusstseinsstrom aus Kindheitserinnerungen, Sehnsüchten und Utopien ein. Ihr fiebriges Hirn wird von Musik durchflutet. Die spielt Uwe Dierksen, der Posaunist des Ensemble Modern.
20 Uhr, 13/8 Euro, Sophiensaele, Sophienstr. 18, Mitte

Installation: Marcel Dzama

In seiner Filminstallation „Une danse des bouffons (or a Jester’s Dance)“ verarbeitet Dzama das Motiv einer unglücklichen Liebe. Gegensätze wie Gut und Böse, Liebe und Abscheu, Lust und Gewalt werden neu miteinander verbunden. Zu dem Stummfilm steuern Arcade Fire einen düsteren Soundtrack bei.
12–21 Uhr, 6/4 Euro, KW Institute for Contemporary Art, Auguststr. 69

Berlinbesuch: Central Berlin Gallery

Ganz schön was los auf dem ehemaligen Prestige-Boulevard Ost-Berlins: Erst die Wiederbelebung der traditionsreichen Karl-Marx-Buchhandlung, jetzt die Eröffnung der Central Berlin Gallery am Strausberger Platz. Darin ausgestellt ist Design made by DDR, oder besser DDR-Interior redesigned by Stephan Schilgen. Neben Mobiliar aus Ostdeutschland und einigen originalen Fundstücken wie der Metalldecke des Café Moskau, werden auch Midcentury Möbel aus der ehemaligen Tschechoslowakei, Polen und der UdSSR präsentiert.

Mi-Fr 12-18 Uhr, Strausberger Platz 16, Friedrichshain

Ab heute im Kino: Tod den Hippies! Es lebe der Punk

Oskar Roehlers hinreißender West-Berlin-Film "Tod den Hippies! Es lebe der Punk" (mit Tom Schilling, Wilson Gonzalez Ochsenknecht und Hannelore Hoger).
In Berliner Kinos

Last-Minute-Ticket: Nneka

Die Soul und Reggae-Sängerin Nneka ist Deutsch-Nigerianerin und lebt in Paris. Gerade ist ihre neue Platte "My fairy tales" erschienen.
20 Uhr, Eintritt: 24€, Kesselhaus, Knaakstraße 97, Prenzlauer Berg

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