Kultur : Kunstfund: Rückgabe bisher an Gurlitt gescheitert

Die Augsburger Staatsanwaltschaft versuchte schon im Januar dieses Jahres, Cornelius Gurlitt einen Teil seiner 2012 beschlagnahmten Kunstwerke zurückzugeben, jene Bilder, die ihm unstrittig gehören. Der 80-Jährige habe schriftlich um einen Termin nach Ostern gebeten, sagte Oberstaatsanwalt Reinhard Nemetz der „Süddeutschen Zeitung“. Er sei dann aber nicht mehr erreichbar gewesen, weder telefonisch noch schriftlich. „Wir können ihm die Bilder auch nicht einfach vor die Tür stellen.“ Auf www.lostart.de finden sich jetzt 79 der 590 als Raubkunst strittigen Werke, nachdem zunächst 25 Bilder auf der Website eingestellt worden waren. Neu zu sehen sind vor allem Druckgrafiken von Edvard Munch und Max Liebermann. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger appellierte im „Handelsblatt“ an Gurlitt, mit den Behörden zu kooperieren, während die Erben des jüdischen Kunsthändlers Alfred Flechtheim der frisch eingesetzten Provenienz-Taskforce ihre Hilfe anboten. Sie hatten sich beim Verkauf des Beckmann- Bilds „Löwenbändiger“ 2011 gütlich mit Gurlitt geeinigt.Tsp/dpa

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