Kultur : Kunstmarkt bei Wewerka

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"Ach ist mit kalt" jammert die Zentralheizung, die der Künstler Stefan Hüsch einst in den Galerieraum stellte. Das tut sie immer, aber zurzeit passt das Klagen besonders gut. Steht doch neben ihr ein echter Marktstand, an dem die Kunst verkauft wird. In dreißig Jahren Ausstellungstätigkeit füllen sich auch in Galerien die Lager. "Preise runter" dachte sich der Berliner Galerist M. J. Wewerka und lädt noch bis Mitte März zum "1. Kunstmarkt" in die Budapester Straße 18 ein. Im Sonderangebot gibt es Grafiken von Rauschenberg bis Vautier, Multiples der Fluxuskünstler, Ölgemälde und Papierarbeiten. In Kisten stapeln sich Kataloge und Bücher. Florschütz, Vostell, Susi Pop - in über sechshundert Werken des 20. Jahrhunderts können Besucher nach Herzenslust stöbern. Er selbst, erzählt Wewerka lächelnd, hat beim Sichten der Bestände so manche Entdeckung gemacht.

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