Kultur : Kunstpreis Berlin 2001: Auszeichnungen in sechs Sparten

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"Bei Juryentscheidungen gibt es keine unpersönliche Gerechtigkeit", sagte György Konrad, Präsident der Akademie der Künste Berlin, am Sonntag zur Verleihung des Kunstpreises Berlin 2001. Vielmehr seien die Juroren verliebt in ein Werk - in diesem Jahr vor allem in das des Wiener Architekten Hermann Czech, dem sie den mit 30 000 Mark dotierten Kunstpreis für Baukunst zuerkannten (Tagesspiegel vom 18. März). Zudem vergab die Akademie in sechs Gebieten mit jeweils 10 000 Mark dotierte Förderpreise. In der Abteilung Bildende Kunst wurde der Berliner Maler Anton Henning geehrt, dem die Jurorin Nicola Kuhn vom Tagesspiegel besondere Vielseitigkeit bescheinigte. Der Preis für Musik ging an den jungen Opernregisseur Martin Schüler vom Staatstheater Cottbus. Die Literatur der Westerwälderin Annegret Held wurde wegen ihrer sinnlichen Sprache ausgezeichnet. Für seine "stille, aber charaktervolle" architektonische Haltung erhielt der Prager Ivan Kroupa den Baukunst-Preis. Als darstellende Künstlerin wurde die Schweizerin Maria Fitzi geehrt, die das Sprechtheater um die Gebärdensprache bereichert hat. Die Auszeichnung für Film- und Medienkunst erhielt der Dokumentarfilmer Samir Nasr ("Nachttanke"). Schließlich wurde der mit 12 500 Mark dotierte Will-Grohmann-Preis dem Bildhauer Rolf Wicker überreicht.

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