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KURZ & KRITISCH : KURZ & KRITISCH

von

KLASSIK

Klangfarbenmaler: András Schiff

im Kammermusiksaal

András Schiffs Bach-Zyklus ist Kult. Dabei hat die Genauigkeit, mit der Schiff sich auf historisch informierte Artikulation einlässt, die Bewusstheit, mit der er unter völligem Verzicht auf das Pedal den Klang des modernen Klaviers an den Klangwelten von Bachs Clavichorden und Cembali ausrichtet, durchaus etwas Selbstverleugnendes. Zumal bei den streng gefügten großen sechs Englischen Suiten, mit denen er die zweite Saison seiner Werkschau im Kammermusiksaal eröffnet.

Stünde es nicht in Schiffs Macht, die in ewiger Ordnung wiederkehrenden Allemanden, Couranten & Co zu persönlicheren Charakterstücken zu formen? Er tut es nicht. Es sind dafür die Préludes, die improvisatorischen Geist atmen dürfen – herrlich, wie sich aus der wie absichtslos hingeworfenen simplen Tonleiter zu Beginn der ersten Suite eine komplexe Komposition entwickelt. In den Allemanden und Couranten hingegen darf die Form über den Impuls herrschen, wobei es immer wieder die präsent differenzierende linke Hand ist, mit der Schiff die langen Fortspinnungsketten vor Leerlauf bewahrt. Als Herz jeder Suite inszeniert er die Sarabanden, deren melodische Kerne trotz Verzierungsfülle und harmonischen Überraschungen lapidar wie alte Volkslieder wirken. Entspannung ohne ästhetischen Bruch bieten die Gavotten, Bourréen und Passepieds, die Schiff à la Watteau als entrückte bukolische Idyllen unter bedecktem Himmel malt.

Die Strenge, mit der Schiff die jahreszeitengleich wiederkehrenden Satzcharaktere respektiert, erzeugt einen Sog. Er führt notwendig von der selbstvergessenen ersten Tonleiter zum Furor der allerletzten Gigue mit dem chromatisch eingebrannten B-A-C-H-Motiv. Es klingt jetzt wie „ICH“. Carsten Niemann

KUNST

Lichtbildhauerin: Liselotte Strelows Porträtfotos im Willy-Brandt-Haus

Zwei Lampen. Mehr brauchte Liselotte Strelow nicht, um ihre Modelle in Szene zu setzen. Das Antlitz eines Menschen war für sie der Spiegel der Seele, ihn galt es festzuhalten. Mit ihrer Kamera drang die Fotografin tief unter die Oberfläche, dorthin, wo sie die wahre Persönlichkeit der Porträtierten vermutete. Wie ein Bildhauer ging sie vor: Lichtquelle und Aufheller waren ihr Werkzeug, der Mensch vor dem Objektiv ihr Material. Adenauer, Grass, Beuys, Knef – als Chronistin der deutschen Nachkriegszeit bekam Strelow alle vor die Linse. Dabei erlebte sie ihr ganz persönliches Wirtschaftswunder. Von der pommerschen Landwirtin, die 1933 unterernährt in einem Berliner Krankenhaus lag, wurde sie zur teuersten Auftragsfotografin der jungen Bundesrepublik. Eine Retrospektive mit über 200 Porträts der Künstlerin, die 1981 starb, zeigt das Willy-Brandt-Haus auf zwei Etagen (Stresemannstr. 28, bis 20. 10.; Di–So 12-18 Uhr). Strelows ästhetisches Gespür für Form und Bildstruktur zeigt sich exemplarisch in ihrem Porträt von Theodor Heuss. Die Aufnahme seines Profils wurde zwei Jahre später auf Briefmarken gedruckt. „Eine Fotografie zeigt nie die Wahrheit“, behauptete Richard Avedon. Liselotte Strelows Bilder kommen ihr trotzdem nah. Daniel Grinsted

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